Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Francois Villeroy de Galhau Frankreichs Notenbankchef plädiert für schrittweise Zinswende

Obwohl sich die Wirtschaft in der EU zuletzt abgekühlt hat, setzt sich Francois Villeroy de Galhau für eine langsame Abkehr von der ultralockeren Geldpolitik ein.
Kommentieren
Der französische Notenbankchef fordert, dass die Geldpolitik nicht gemäß der speziellen Bedürfnisse mancher Banken und Staaten gestaltet werden dürfte. Quelle: AFP
Francois Villeroy de Galhau

Der französische Notenbankchef fordert, dass die Geldpolitik nicht gemäß der speziellen Bedürfnisse mancher Banken und Staaten gestaltet werden dürfte.

(Foto: AFP)

LissabonFrankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau hält trotz der Konjunkturabkühlung eine allmähliche Abkehr vom ultralockeren Kurs der EZB nach wie vor für sinnvoll. „Ich glaube weiterhin, dass die graduelle Normalisierung unserer Geldpolitik wünschenswert ist“, sagte das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank am Freitag auf einer Veranstaltung in Lissabon.

Die Wirtschaft in der Euro-Zone schwächelte zuletzt und wuchs im vierten Quartal 2018 nur um 0,2 Prozent. Zudem rutschte die Inflationsrate weiter unter die EZB-Zielmarke von knapp zwei Prozent. Die Verbraucherpreise legten im Januar lediglich um 1,4 Prozent zu.

In dieser Lage erwägen die Währungshüter die Neuauflage neuer Langfrist-Geldspritzen für die Banken – in der Fachwelt „TLTRO“ genannt – um die Kreditvergabe anzuregen und die Wirtschaft anzuschieben. Der EZB-Rat werde darüber rechtzeitig entscheiden unter zwei Voraussetzungen, sagte Villeroy.

„Unsere Geldpolitik kann nicht gemäß der speziellen Bedürfnisse mancher Banken und Staaten gestaltet werden.“ Zudem solle die EZB das ganze Spektrum der Werkzeuge in Betracht ziehen, einschließlich der verschiedenen Formen von Langfristkrediten, wenn sie über die Justierung von Konditionen und Fälligkeiten entscheidet.

Die EZB hatte zuletzt 2016 mehrere solcher Darlehen aufgelegt. Vor allem Banken in Italien, Spanien und Frankreich hatten kräftig zugegriffen. Laut EZB-Chefvolkswirt Peter Praet wird sich der EZB-Rat in Kürze mit der Frage der Neuauflage beschäftigen. Die nächste Zinssitzung findet am 7. März in Frankfurt statt.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • rtr
Startseite

Mehr zu: Francois Villeroy de Galhau - Frankreichs Notenbankchef plädiert für schrittweise Zinswende

0 Kommentare zu "Francois Villeroy de Galhau: Frankreichs Notenbankchef plädiert für schrittweise Zinswende"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.