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Frühere HSH Hamburg Commercial Bank fasst wieder Fuß am Kapitalmarkt – Gewinn steigt auf 96 Millionen Euro

Die Hamburg Commercial Bank sieht einen Schwerpunkt im Neugeschäft in der Schifffahrt. Viele Institute hatten sich zuletzt aus diesem Bereich verabschiedet.
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Hamburg Commercial Bank schreibt schwarze Zahlen Quelle: dpa
HSH Nordbank

Die Hamburg Commercial Bank ist die ehemalige HSH Nordbank. Sie war als erste deutsche Landesbank privatisiert worden.

(Foto: dpa)

Berlin Die aus der HSH Nordbank hervorgegangene Hamburg Commercial Bank (HCOB) kommt beim Umbau voran und schreibt schwarze Zahlen. Der Vorsteuergewinn lag im ersten Halbjahr bei 96 Millionen Euro (Vorjahr: sechs Millionen Euro), wie die frühere Landesbank am Donnerstag mitteilte.

HCOB-Chef Stefan Ermisch sagte, die Refinanzierungskosten seien seit der Privatisierung besser geworden und die Bank sei am Kapitalmarkt gut aufgenommen worden. „Die Liquiditätskosten kommen runter, deshalb steigen die Nettomargen.“ Für das Gesamtjahr peilt Ermisch weiter ein leichtes Plus beim operativen Ergebnis an.

Hamburg und Schleswig-Holstein hatten die HSH Nordbank in der Schiffs- und Finanzkrise mit Milliardenhilfen vor dem Aus gerettet. Auf Druck der EU verkauften sie die Bank für rund eine Milliarde Euro an Finanzinvestoren um Cerberus und JC Flowers. Nun soll das Institut kleiner werden und seine Rendite von 4,4 Prozent auf über acht Prozent steigern.

„Wir sind noch längst nicht da, wo wir sein wollen“, betonte Ermisch. Das Management arbeite jetzt konsequent die Ziele für den Umbau ab. Dies sorgt auch für einen drastischen Jobabbau. Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten soll von 1716 Ende 2018 auf rund 950 bis 2022 sinken. Ende Juni waren es 1630.

Wegen der konjunkturellen Abkühlung geht die Bank im Neugeschäft vorsichtig vor. Wegen des Brexits habe man im Immobilienbereich pauschale Risikovorsorge getroffen, sagte Ermisch. Sollte Deutschland in die befürchtete Rezession abrutschen, werde die HCOB „Anpassungen“ vornehmen. „Dann werden wir unsere Planungen überdenken.“

Ermisch ließ offen, ob seine Bank sich stärker bei Schiffsfinanzierungen engagieren werde, da sich der Rivale NordLB wegen seiner Neuausrichtung hier ganz zurückzieht. „Das gucken wir uns an.“ Auf geringem Niveau sei sein Haus bereit, Schiffe zu finanzieren. Im Ausland sei dies gängiges Geschäft. „Die einzigen, die es nicht können, sind die Deutschen.“ Die Schiffskrise hatte die HSH in Existenznot gebracht. Auch die NordLB muss nun wegen fauler Schiffskredite mit 3,6 Milliarden Euro gerettet werden.

Mehr: Geldauflage: HSH-Nordbank-Verfahren gegen letzten Angeklagten eingestellt. Der ehemalige stellvertretende Vorstandsvorsitzende der HSH-Nordbank hat gegen eine Geldauflage einer Einstellung des Verfahrens zugestimmt.

  • rtr
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