Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Frühere Landesbank Trotz radikaler Sanierung – HSH Nordbank überrascht mit kleinem Gewinn

Die Radikalsanierung der früheren Landesbank hat einen dreistelligen Millionenbetrag gekostet. Dennoch schreibt das Institut schwarze Zahlen.
Kommentieren
Der Vorstandschef der HSH Nordbank kündigte an, das Gros der Kosten für den Umbau der Bank werde im Geschäftsjahr 2018 verbucht.
Stefan Ermisch

Der Vorstandschef der HSH Nordbank kündigte an, das Gros der Kosten für den Umbau der Bank werde im Geschäftsjahr 2018 verbucht.

FrankfurtEigentlich war Stefan Ermisch nicht gerade optimistisch ins Jahr 2018 gegangen. Der Vorstandschef der seit Jahren mit den Spätfolgen der Finanzkrise kämpfenden HSH Nordbank hatte mit einem abermaligen Vorsteuerverlust von 100 Millionen Euro gerechnet.

Doch wie sich jetzt herausstellt, hat Ermisch zu tief gestapelt: Die erst kürzlich privatisierte ehemalige Landesbank wird für das vergangene Jahr einen – wenn auch sehr kleinen – Vorsteuergewinn ausweisen, nach einem hohen Verlust im Vorjahr.

Der Gewinn ist auch deshalb überraschend, weil die HSH bis 2021 eine teure Radikalsanierung plant: Die Stellenzahl wird von 1.700 auf unter 1.000 gekappt.

„Im vierten Quartal haben wir dafür umfangreich vorgesorgt, damit dieser Umbau operativ und finanziell gelingt“, sagte Ermisch dem Handelsblatt. „Und trotz dieser enormen Belastungen im Schlussquartal werden wir das Jahr mit einem leicht positiven Vorsteuerergebnis abschließen können.“

Er kündigte an, das Gros der Kosten für den Umbau werde im Geschäftsjahr 2018 verbucht. „Dabei handelt es sich um einen dreistelligen Millionenbetrag. Wir lassen also die Altlasten hinter uns und können durchstarten.“

Jetzt soll eine neue Ära für das norddeutsche Kreditinstitut beginnen: In den nächsten Tagen wird sich die HSH in Hamburg Commercial Bank umbenennen und als Regionalbank neu aufstellen.

Es ist der Versuch, mit der unrühmlichen Vergangenheit der einstigen Landesbank abzuschließen: Die HSH hatte sich in der Finanzkrise mit Schiffskrediten verspekuliert und wurde vom Staat gerettet. Die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein mussten die Bank schließlich auf Geheiß der EU-Kommission veräußern. Im November wurde der eine Milliarde Euro schwere Verkauf an eine Investorengruppe rund um die US-Fonds Cerberus und J.C. Flowers endgültig besiegelt.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

Mehr zu: Frühere Landesbank - Trotz radikaler Sanierung – HSH Nordbank überrascht mit kleinem Gewinn

0 Kommentare zu "Frühere Landesbank: Trotz radikaler Sanierung – HSH Nordbank überrascht mit kleinem Gewinn"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.