„Frühpensionierung“ Hoeneß-Banker Jürg H. verlässt Vontobel

Der Vontobel-Banker Jürg H. soll Uli Hoeneß bei der Steuerhinterziehung geholfen haben. Nun gehen er und sein Arbeitgeber getrennte Wege. Die Bank bestreitet jedoch, dass ein Zusammenhang besteht.
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Die Schweizer Bank Vontobel in Zürich: „Wir distanzieren uns in keiner Weise von unserem Angestellten“. Quelle: Reuters

Die Schweizer Bank Vontobel in Zürich: „Wir distanzieren uns in keiner Weise von unserem Angestellten“.

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Düsseldorf/MeilenDer Vontobel-Banker Jürg H. und sein Arbeitgeber gehen in Zukunft getrennte Wege. Nach Darstellung des Blogs „Inside Paradeplatz“ hat die Schweizer Bank ihren langjährigen Devisen-Experten aufgrund der Verdächtigungen im Hoeneß-Fall gegen ihn fallen gelassen.

Die Bank Vontobel dementierte diese Darstellung. „Wir distanzieren uns in keiner Weise von unserem Angestellten“, sagte ein Sprecher, „seine Frühpensionierung ist seit geraumer Zeit geplant gewesen und steht in keinem Zusammenhang mit den Ermittlungen der deutschen Staatsanwaltschaft“.

In der Steueraffäre um den früheren FC-Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß hatte sich der wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung verdächtigte Schweizer Banker Jürg H. in seine Heimat abgesetzt. Zuvor war er in Warschau von der Polizei festgenommen worden, gegen Kaution aber auf freien Fuß gekommen.

„Er hat uns nachträglich über seine Rückkehr in die Schweiz informiert“, erklärte ein Sprecher der Bank Vontobel. Er habe sich in ärztliche Behandlung begeben. Der Devisenexperte H. habe bereits vor drei Jahren seine Leitungsfunktion abgegeben und sein Arbeitspensum auf 70 Prozent reduziert; damit sei der Einstieg in die Pension vorbereitet worden.

Laut Finanzkreisen unterstützt die Bank weiterhin Jürg H., der im Zuge der Hoeneß-Affäre in die Schlagzeilen geraten war. Zunächst hatte Vontobel ihm die Kaution von rund 300.000 Franken vorgestreckt. Zudem bezahlt die Bank H. den Anwalt.

Auch H.s Anwalt, Jörg Weigell, bestätigt, dass die Frühpensionierung nichts mit dem Verfahren zu tun habe. Der Entschluss habe bereits vor Beginn des Verfahrens festgestanden. Der 61-jährige ist gesundheitlich angeschlagen und hatte im letzten Jahr einen schweren Herzinfarkt erlitten. Das sei der Hauptgrund für den Rückzug gewesen.

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