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Führungstalent der Deutschen Bank Wie Stefan Hoops einer der Topmanager im weltweiten Finanzsektor wurde

Stefan Hoops hat als Eigengewächs der Deutschen Bank eine steile Karriere hingelegt. Seit dem Frühjahr 2017 ist er Kapitalmarktchef des Instituts.
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Der 38-Jährige stieß von der Uni zur Deutschen Bank. Quelle: Martin Leissl für Handelsblatt
Stefan Hoops

Der 38-Jährige stieß von der Uni zur Deutschen Bank.

(Foto: Martin Leissl für Handelsblatt)

FrankfurtDass Stefan Hoops ein großer Sportfan ist, verrät schon sein Büro: An den Wänden hängt ein ikonisches Poster des Boxers Muhammad Ali, daneben ein großes Foto eines Football-Spielers, der sich vom Publikum bejubeln lässt. Hoops selbst versucht auch, jeden Morgen Sport zu treiben, noch vor dem Gang ins Büro.

In seinem Keller befindet sich ein eigener Fitnessraum. Am Tag des Interviews mit dem Handelsblatt war es eine Kombination aus Crossfit und Boxen. „Ich dachte, das hilft, um ganz entspannt ins Interview zu kommen“, sagt er.

Der 38-Jährige ist ein Eigengewächs der Deutschen Bank. Schon während seines Studiums führte ihn ein Praktikum zu seinem heutigen Arbeitgeber. Seither hat er dort eine steile Karriere hingelegt. Im Frühjahr 2017 beförderte das Institut ihn zum deutschen Kapitalmarktchef.

Im Mai dieses Jahres folgte der nächste Sprung auf der Karriereleiter: Hoops teilt sich seither mit Louise Kitchen die globale Verantwortung für den Vertrieb in der Kapitalmarktsparte. Statt für 350 Mitarbeiter ist Hoops nun für 1800 Kundenbetreuer zuständig. In einer Bank, in der sich Status oft nach der Zahl der von einem Manager geführten Mitarbeiter bemisst, ist das eine Hausnummer.

Dass ihn die Bank für ein Führungstalent hält, hat sie zum Jahresbeginn gezeigt. Da wurde Hoops von seinem Arbeitgeber für den neuen Jahrgang der künftigen Topmanager im weltweiten Finanzsektor nominiert, den das Washingtoner Institute of International Finance zusammenstellt. Er ist dort einer von drei deutschen Managern.

Seinen Aufstieg verdankt Hoops dem Umstand, dass er nicht nur im Kapitalmarktgeschäft beheimatet ist – er hat unter anderem länger im New Yorker Handelsgeschäft gearbeitet –, sondern auch im Bereich Transaction Banking, in dem der Zahlungsverkehr und die Handelsfinanzierung gebündelt ist.

„Mit einem Hedgefonds kann er genauso gut reden wie mit einem europäischen Unternehmen“, heißt es in der Bank über ihn. Das zahlt auf die Strategie von Vorstandschef Christian Sewing ein, die Investmentbank stärker auf die Kunden auszurichten.

Der deutsche Investmentbanker

Bei Kunden der Bank überwiegen bislang positive Reaktionen. „Sehr kompetent und nicht so aufgeblasen wie viele andere“, charakterisiert ihn ein Kunde des Instituts gegenüber dem Handelsblatt. Ein anderer Kunde findet ihn zwar „etwas zu glatt, aber hochprofessionell“.

In Deutschland hat die Bank Hoops in den vergangenen Monaten gezielt als deutsches Gesicht des Investmentbankings aufgebaut. In einer TV-Dokumentation über die Deutsche Bank gehörte er neben den Vorständen zu den Protagonisten. In der Wochenzeitung „Die Zeit“ erklärte er, warum er die Bundestagswahl für wichtig hält.

Hoops zählt zu den Bankern, die über den Tellerrand blicken können. In seiner Doktorarbeit beschäftigte er sich damit, wie man mit Finanzinstrumenten die Schuldenkrise von Schwellenländern lindern könnte. Die Idee entsprang einer Frotzelei mit Kommilitonen, die wissen wollten, ob man bei einem Praktikum bei der Deutschen Bank auch etwas Sinnvolles lernen könne.

Die Dissertation verwickelte Hoops vor einigen Jahren dann noch in eine Räuberpistole: Ein Ex-Mitarbeiter wollte ihm einen Job abpressen, indem er drohte, die Arbeit – zu Unrecht – als Plagiat anzuprangern. Hoops zeigte den Mann, der später zu einer Geldstrafe verurteilt wurde, an. Die Qualität seiner Arbeit ließ er sich von der Uni Bayreuth noch einmal explizit bestätigen.

Privat gilt Hoops als Familienmensch. Wenn er in Frankfurt ist, treibt er frühmorgens nicht nur Sport. Sondern er frühstückt auch mit seinen drei Töchtern, die er dann in Schule und Kindergarten bringt.

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