Für den Fall der Fälle Großbanken machen in den USA ihr Testament

Die US-Finanzmarktregulierer wollen nicht noch einmal ein solches Chaos wie nach der Lehman-Pleite erleben. Deshalb mussten neun internationale Großbanken Abwicklungspläne skizzieren - und teilweise veröffentlichen.
Update: 03.07.2012 - 23:51 Uhr 7 Kommentare
Ein Logo der US-Investmentbank Goldman Sachs im Handelssaal der New York Stock Exchange. Quelle: dpa

Ein Logo der US-Investmentbank Goldman Sachs im Handelssaal der New York Stock Exchange.

(Foto: dpa)

New YorkUm einer neuerlichen Finanzkrise vorzubeugen, haben neun internationale Großbanken auf Anweisung der US-Finanzmarktregulierer ihr „Testament“ gemacht. Die Institute skizzierten in Notfallplänen, wie sie im Falle ihres eigenen Versagens möglichst schnell und schonend abgewickelt werden können.

Auch die Deutsche Bank musste sich Gedanken über ihr Ende machen. Das Frankfurter Institut ist mit seinen US-Tochtergesellschaften eine Größe an der Wall Street.

Die staatliche US-Einlagensicherung FDIC veröffentlichte am Dienstag die sogenannten „Living Wills“ - allerdings nur in Auszügen. Sensible Informationen aus den verschwiegenen Banken bleiben den Aufsehern von FDIC und der Notenbank Fed vorbehalten.

Die Notfallpläne sollen ein weiteres Desaster à la Lehman Brothers verhindern: Beim Zusammenbruch der US-Investmentbank im September 2008 herrschte Chaos und Verunsicherung. Nur das Eingreifen des Staates verhinderte damals einen Kollaps des gesamten Finanzmarkts.

Neben der Deutschen Bank gehörten die britische Barclays sowie die Schweizer Häuser Credit Suisse und UBS zu den Finanzfirmen, die ihr „Testament“ machen mussten. Aus den USA selbst reichten die Bank of America, die Citigroup, Goldman Sachs, Morgan Stanley sowie JPMorgan Chase ihre Unterlagen ein.

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7 Kommentare zu "Für den Fall der Fälle: Großbanken machen in den USA ihr Testament"

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  • @Bilanzpruefer

    das hab ich mich auch gefragt...jetzt zb. bei dem "Restrukturierungsgesetz" für die WestLB....wieso schmeißt da NRW noch 1Milliarde hinterher..und garantiert per gesetz die übernahme weiterer haftungen ohne zu wissen, wieviel es werden wird etc.... O_o

  • +++ Beitrag von der Redaktion gelöscht +++

  • wegen der Einlagesicherung ist es immer noch am sichersten das Geld in Deutschland zu behalten, selbst wenn Banken hier pleite gehen

  • Da kann man sich doch vorstellen, wie es bei anderen Banken aussieht, wenn eine ach so stabile Deutsche Bank so eine Bilanz hat

  • Deutsche Bank hat eine Eigenkapitalquote von 2,6% und Verbindlichkeiten über 2 Billionen (mehr als Schulden Italiens). Zum Vergleich, die pleite gegangene MF Global hatte eine Eigenkapitalquote von 3,3%. Ich frage mich wie viele Verluste Deutsche Bank noch nicht realisiert hat. Wenn Bankaktiva um 2,6% fallen müssten doch die Lichter ausgehen. Aber mit Buchhaltungsregeln von heute kann man Bankaktiva mit einem Marktwert von 40% z. B. immer noch mit 100% bewerten.

  • Wir sollten uns son Law and Order Typen aus Texas als BK einfliegn lassen.... und dann Exerziern wir Island Modell durch.

  • Wat die retten ihre Banken nicht ?? Wat sind denn det für Genossen ??
    Lang lebe unsere EUDSSR und unsere Arbeiter in Notenpresskombinaten- möge euer Übersoll nienals enden!!

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