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Fusionsgerüchte Darum will die UBS nicht mit der Deutschen Bank fusionieren

UBS-Verwaltungsratschef Weber zufolge streben die Schweizer derzeit keine Fusion mit einer anderen Großbank an. Dabei gäbe es dafür durchaus Argumente.
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Die UBS will momentan aus eigener Kraft wachsen. Quelle: Reuters
Schweizer Großbank UBS

Die UBS will momentan aus eigener Kraft wachsen.

(Foto: Reuters)

ZürichWenn über Fusionen unter europäischen Großbanken spekuliert wird, fällt dabei regelmäßig der Name UBS. Doch deren Verwaltungsratschef Axel Weber erteilt den Spekulationen nun eine Absage. Die Schweizerische Großbank strebe derzeit keine Fusion mit einer anderen europäischen Großbank an, erklärte Weber an diesem Donnerstag im Interview mit dem „Tages-Anzeiger“. Für solche Überlegungen sei es noch zu früh.

Bereits im vergangenen Herbst hatte das Handelsblatt über entsprechende Planspiele bei der Deutschen Bank berichtet. Damals spielten die Frankfurter als mögliches Szenario ein Zusammengehen mit der UBS durch – und fanden dafür durchaus gute Argumente.

So würden sich die Geschäftsmodelle beider Häuser etwa gut ergänzen. Anders als bei einer Fusion mit der deutschen Commerzbank gäbe es weniger Überlappungen, weil sich die UBS nach der Finanzkrise auf die Vermögensverwaltung konzentriert hat.

Gemessen am Börsenwert wäre die Deutsche Bank bei einem Zusammenschloss jedoch der Juniorpartner – was in der deutschen Politik auf wenig Akzeptanz stoßen dürfte. Laut einem Insider kamen die Manager der Deutschen Bank damals zum Ergebnis, dass jede Form des Zusammengehens mit einem anderen Institut „komplett unrealistisch“ sei. Deshalb habe man in den Zwillingstürmen auch keinerlei Vorbereitungen dafür getroffen.

Auch im Berner Bundeshaus dürfte sich die Begeisterung für eine deutsch-schweizerische Superbank in engen Grenzen halten. Dass die UBS in der Finanzkrise gerettet werden musste, gilt als Sündenfall. Seitdem hat sie ihre Risiken zwar kräftig reduziert, bleibt aber ein Schwergewicht: Mit 915 Milliarden Franken überstieg ihre Bilanzsumme im Jahr 2017 das Bruttoinlandsprodukt des gesamten Landes.

Im Interview mit dem Tages-Anzeiger erteilte Weber den Spekulationen über ein Zusammengehen mit der Deutschen Bank nun eine Absage. „Über Fusionen wird in Europa und in den USA viel geredet, doch es passiert nichts“, sagte Weber. „Das alles sind nur Planspiele.“

Allerdings fällt Webers Botschaft reichlich ambivalent aus: Fusionen ja, aber nicht mit uns. In einem fast zeitgleich veröffentlichten Interview mit der Agentur Bloomberg machte sich der ehemalige Bundesbankchef für „europäische Champions“ im Bankensektor stark.

Auch UBS-Chef Sergio Ermotti hatte bereits im vergangenen Sommer durchblicken lassen, dass er eine  stärkere Konsolidierung im Finanzsektor erwartet. „Ich denke, dass Fusionen und Übernahmen künftig Teil der Lösung sein werden“, sagte der Tessiner. „Wie und in welchem Tempo sich das abspielt, wird man sehen“.

Weitere Zusammenschlüsse in ihrer Branche halten die beiden Topmanager der UBS also durchaus für geboten. Allerdings sehen sie ihr Haus dabei derzeit nicht als aktiven Spieler. Laut Verwaltungsratschef Weber stehe die Bank heute deutlich besser da als vor der Finanzkrise. Aber für den Zusammenschluss mit einer anderen Großbank sei es zu früh. Die UBS wolle zunächst aus eigener Kraft wachsen. „Bevor wir rennen wollen, müssen wir sicher laufen können.“

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  • rtr
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