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GDV-Tagung Bafin-Präsident freut sich über Entlastungen für Lebensversicherer

Der finanzielle Puffer, den Lebensversicherer bilden müssen, soll nach dem Willen der Bundesregierung künftig weniger stark steigen. Bafin-Chef Hufeld begrüßt das.
Update: 26.09.2018 - 16:51 Uhr Kommentieren
Der Bafin-Präsident sagte auf der GDV-Jahrestagung über die Zinszusatzreserve: „Es ist weder erforderlich noch ratsam, die Reserve weiterhin in bisherigem Tempo aufzubauen“. Quelle: dpa
Felix Hufeld

Der Bafin-Präsident sagte auf der GDV-Jahrestagung über die Zinszusatzreserve: „Es ist weder erforderlich noch ratsam, die Reserve weiterhin in bisherigem Tempo aufzubauen“.

(Foto: dpa)

BerlinDer Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), Felix Hufeld, hat die von der Bundesregierung angedachten Erleichterungen für Lebensversicherer begrüßt. Konkret strebt die große Koalition an, die Methode zur Berechnung der Zinszusatzreserve anzupassen.

Die Zinszusatzreserve ist ein Puffer, den die Lebensversicherer bilden müssen, um in Zeiten von Dauerniedrigzinsen ihre Garantieversprechen einzuhalten. Aktuell beläuft sich die Zinszusatzreserve auf 60 Milliarden Euro (Ende 2017) und soll künftig weniger stark steigen. Die Ratingagentur Assekurata geht davon aus, dass die Lebensversicherer in diesem Jahr mit rund 14 Milliarden Euro entlastet werden sollen. Eine entsprechende Verordnung soll noch in diesem Jahr verabschiedet werden und bereits für 2018 gelten.

Aus Bafin-Sicht sei „es weder erforderlich noch ratsam, die Reserve weiterhin in bisherigem Tempo aufzubauen“, sagte Hufeld auf einer Veranstaltung des Versicherungsverbandes GDV in Berlin.

Die Pläne der Bundesregierung sind eine Konsequenz aus der Evaluierung des Lebensversicherungsreformgesetzes (LVRG), das vor vier Jahren verabschiedet wurde. Neben der Zinszusatzreserve spielten dabei auch die Vertriebskosten eine Rolle. „Die Evaluierung zeigt, dass die Vergütung für Vermittler nur um fünf Prozent gesunken ist“, sagte der Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Jörg Kukies, auf der GDV-Veranstaltung.

Die Bundesregierung halte an ihrem Plan fest, einen Provisionsdeckel einzuführen, um die Abschlusskosten zu senken und „Fehlanreize im Vertrieb zu vermeiden“, so Kukies. Noch sei keine Entscheidung für die Gestaltung des Provisionsdeckels gefallen. Über Optionen zerbrechen sich gerade das Bundesfinanzministerium und die Bafin die Köpfe. Ein Vorschlag werde für das erste Quartal 2019 angestrebt.

Die Bundesregierung sei dabei an einem engen Austausch mit dem GDV interessiert, betonte Kukies. Doch der neugewählte GDV-Präsident Wolfgang Weiler reagierte eher verhalten: „Sie werden bei uns keine Freunde für einen Provisionsdeckel finden“, beschied er dem Staatssekretär.

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