Gehälter Bestbezahlter Banker in Deutschland kassiert 7,6 Millionen Euro

Insgesamt gibt es in der deutschen Finanzbranche 253 Einkommensmillionäre. Europas Topverdiener kommt jedoch aus Großbritannien.
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Millionengehälter sind auch in der deutschen Finanzbranche weiter üblich. Quelle: dpa
Frankfurter Banken-Skyline

Millionengehälter sind auch in der deutschen Finanzbranche weiter üblich.

(Foto: dpa)

FrankfurtIn der Finanzbranche sind Millionengehälter nach wie vor üblich. Genau 4597 Banker und Vermögensverwalter verdienten im Jahr 2016 mehr als eine Million Euro. Das geht aus einem Bericht der europäischen Bankenaufsicht Eba hervor. Die Zahlen für 2017 hat die Eba noch nicht unter die Lupe genommen.

Dabei ist die Zahl der Topverdiener gesunken, gegenüber dem Vorjahr um rund zehn Prozent. Auch in Deutschland gab es 2016 nicht mehr ganz so viele Einkommensmillionäre. 253 Banker erhielten ein Gehalt von mindestens einer Million Euro. Die meisten sind Führungskräfte, gefolgt von Investmentbankern und Vermögensverwaltern.

Großbritannien mit seiner großen Finanzbranche ist nach wie vor das Land mit den meisten Topverdienern, 3529 listet der Eba-Bericht auf, also fast 80 Prozent aller europäischen Einkommensmillionäre. Ihre Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls gesunken, langfristig aber zeigt der Trend trotz der Versuche, die Einkommen von Bankern zu deckeln, nach oben, wie die Nachrichtenagentur Reuters ermittelte. So legte die Zahl der Einkommensmillionäre binnen sechs Jahren um ein Drittel zu.

Die teils sehr hohen Gehälter von Bankern waren im Zuge der Finanzkrise in die Kritik geraten. Seitdem haben Banken weltweit eine neue Bescheidenheit beschworen. Parallel dazu haben europäische Politiker einen Bonusdeckel eingeführt, um erneute Gehaltsexzesse in der Branche zu begrenzen.

Eine von der EU beschlossene Begrenzung sieht vor, dass Boni ab 2014 normalerweise nicht höher ausfallen dürfen als das Grundgehalt. Im besten Fall kann die variable Vergütung auf das Doppelte des Fixgehalts steigen, wenn zwei Drittel der Aktionäre zustimmen.

Nicht nur die meisten Großverdiener kommen aus Großbritannien, auch der absolute Spitzenverdiener arbeitet auf der Insel: Ein Vermögensverwalter trug 2016 sogar 33 Million Euro heim. Der Großteil der Topverdiener in Deutschland erhielt zwischen einer und zwei Millionen Euro. Auf mehr als sieben Millionen Euro kam nur ein Manager – mit gut 7,6 Millionen Euro erhielt er das höchste Gehalt. Knapp 4,3 Millionen waren Festgehalt, der Rest variable Vergütung.

Vor einem Jahr hatte der Bestverdiener für viel Aufsehen gesorgt: Der frühere Chef der Immobilienfinanzierers Aareal Bank, Wolf Schumacher, erhielt 2015 fast 14 Millionen Euro, was auch mit seinem Abschied von der Bank zusammenhing. Damals hatte das zweithöchste Salär unter den Topverdienern bei 7,6 Millionen Euro gelegen.

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