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Gehaltszuwachs Tarifabschluss in der Versicherungsbranche – Gehaltsanhebung in zwei Stufen

Die Beschäftigten erhalten in zwei Stufen 4,8 Prozent mehr Gehalt. Die Tarifkommission der Gewerkschaft Verdi hat dem Ergebnis bereits zugestimmt.
Update: 01.12.2019 - 14:30 Uhr Kommentieren
170.000 Angestellte der privaten Versicherungsbranche erhalten mehr Geld. Quelle: dpa
Warnstreiks in der Versicherungsbranche

170.000 Angestellte der privaten Versicherungsbranche erhalten mehr Geld.

(Foto: dpa)

Berlin In den Tarifverhandlungen für die 170.000 Angestellten der privaten Versicherungsbranche gibt es eine Einigung: Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi verständigte sich mit dem Arbeitgeberverband AGV in der dritten Verhandlungsrunde in München auf eine Gehaltsanhebung in zwei Stufen, wie Verdi und AGV am Samstag mitteilten.

Demzufolge ist ab dem 1. April 2020 eine Steigerung um 2,8 Prozent vorgesehen sowie eine weitere ab dem 1. Juni 2021 um 2,0 Prozent. Zusätzlich sollen die Beschäftigten zum 1. Dezember 2019 eine Einmalzahlung in Höhe von 225 Euro erhalten. Die Laufzeit des Tarifvertrags betrage 29 Monate bis Ende Januar 2022. Die Tarifkommission von Verdi habe dem Resultat zugestimmt.

Das Gehaltsplus für die Beschäftigten in der Versicherungsbranche fällt damit etwas höher aus als der Zuwachs, den Bankangestellte erhalten. Die Entgelte der rund 200.000 Beschäftigten bei privaten und öffentlichen Banken in Deutschland steigen in zwei Stufen um insgesamt 4,0 Prozent. Darauf hatten sich Gewerkschaften und Arbeitgeber nach langem Ringen Anfang Juli geeinigt.

Zum Abschluss in der Versicherungsbranche sagte Verdi-Verhandlungsführerin Martina Grundler: „Dieses Ergebnis, das gegenüber dem Angebot der Arbeitgeber aus der zweiten Verhandlungsrunde deutlich verbessert wurde, konnte nur deshalb erzielt werden, weil die Versicherungsbeschäftigten sich für ihre Forderungen starkgemacht und sehr engagiert Streiks durchgeführt haben.“

Die Gewerkschaft hatte sechs Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten gefordert. Nach früherer Auskunft von Verdi wäre das vorherige Angebot der Arbeitgeber bei einer Laufzeit von 34 Monaten lediglich auf eine durchschnittliche Gehaltsanhebung von knapp 1,2 Prozent pro Jahr hinausgelaufen.

Eine weitere Forderung von Verdi war, dass die Beschäftigten von Versicherern wie Allianz, Ergo und Talanx künftig die Wahl haben, statt der Tariferhöhung zusätzliche freie Tage zu nehmen. Hierzu wurde eine „Verhandlungsverpflichtung“ vereinbart, wie die Gewerkschaft nun bekanntgab. „Die Möglichkeit, Tariferhöhungen in zusätzliche freie Tage umzuwandeln, wäre ein deutlicher Zugewinn für die Beschäftigten“, betonte Grundler.

Mehr: Der öffentliche Dienst hinkt bei der Tarifentwicklung hinterher. Die Gewerkschaften wollen den Rückstand aufholen – und so auch Nachwuchs anlocken.

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