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Geldinstitut Deutsche Bank schafft Treueprämie für Mitarbeiter ab

Das Institut kürzt einige Begünstigungen für die Belegschaft. Die ausländischen Mitarbeiter sehen sich benachteiligt, doch auch in Deutschland wird gespart.
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Gänzlich ungeschoren kommen auch deutsche Mitarbeiter nicht davon. Quelle: dpa
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Gänzlich ungeschoren kommen auch deutsche Mitarbeiter nicht davon.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der Sparkurs der Deutschen Bank macht auch vor vergleichsweise kleinen Summen nicht halt: Die Bank will sich künftig Sonderzahlungen für Dienstjubiläen schenken und führt strengere Urlaubsregelungen für die Mitarbeiter an den meisten ausländischen Standorten ein.

Mitarbeiter dürfen ihren Urlaub danach künftig nicht mehr ins nächste Jahr übertragen. Ab Oktober soll es außerdem auch die Extrazahlungen nicht mehr geben, die Mitarbeiter bislang nach zehn, 25 und 40 Jahren Betriebszugehörigkeit erhielten.

Für zehn Jahre Betriebszugehörigkeit gab es bislang in London 750 Pfund, berichtet die „Financial Times“. Die Zeitung schreibt, die Mitarbeiter an den internationalen Standorten fühlten sich benachteiligt, weil die Regelungen nicht für die deutsche Belegschaft gelten würden. Zwei Insider bestätigten, dass die internationalen Standorte über entsprechende Änderungen bei den Treueprämien und den Urlaubstagen informiert worden seien.

Gänzlich ungeschoren kommen allerdings auch deutsche Mitarbeiter nicht davon: Ab Oktober seien auch bei neuen Arbeitsverträgen in Deutschland keine Extrazahlungen für Dienstjubiläen mehr vorgesehen, hieß es in Finanzkreisen. In deutsche Altverträge kann die Bank arbeitsrechtlich allerdings nicht einseitig eingreifen.

Einschränkungen bei den Urlaubstagen gibt es in Deutschland bereits seit Anfang des Jahres, wenngleich diese weniger streng ausfallen als im Ausland. Danach dürfen leitende Angestellte fünf Urlaubstage ins erste Quartal des Folgejahres übertragen, normale Beschäftigte sogar zehn Tage, so ein Insider. Das sehe eine Betriebsvereinbarung vor, die zu Jahresbeginn geschlossen wurde und ältere noch laxere Vorgaben ersetzt habe.

Die Bank könnte diese Betriebsvereinbarung kündigen. Unklar ist, ob das Institut dies vorhat, da die Betriebsvereinbarung erst seit Anfang dieses Jahres gilt. Die Deutsche Bank wollte sich nicht zu den Anpassungen an den internationalen Standorten und in Deutschland äußern.

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Die Änderungen fallen in eine heikle Phase: Die Bank hat den Abbau von 18.000 Stellen bis 2022 angekündigt. Wegen des Sparkurses der Bank ist die Unsicherheit in der Belegschaft also ohnehin schon groß genug. Allerdings ist es derzeit nicht so einfach, den Arbeitgeber zu wechseln, auch im Ausland nicht: Viele Banken planen derzeit Stellenstreichungen, etwa Barclays, Citigroup und HSBC.

Mehr: Skandale, Verluste, Kurssturz – und jetzt Massenentlassungen: Die Deutsche Bank versucht einen radikalen Neuanfang. Kann sie das Vertrauen zurückgewinnen? Lesen Sie hier die große Analyse.

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