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Geldinstitut Deutsche Bank senkt Ertragsprognose leicht

Die Deutsche Bank prognostiziert weniger Ertrag bis 2022, als sie es noch im Juli gemacht hat. Beim Konzernumbau sieht sich as Geldinstitut auf Kurs.
Update: 09.09.2019 - 23:31 Uhr Kommentieren
Die Deutsche Bank strukturiert um. Quelle: Bloomberg
Deutsche Bank

Die Deutsche Bank strukturiert um.

(Foto: Bloomberg)

Frankfurt Die Deutsche Bank rechnet wegen der anhaltend niedrigen Zinsen und der abflauenden Konjunktur in vielen Ländern mit Gegenwind beim angepeilten Ertragswachstum. Finanzvorstand James von Moltke stellte bei einer Investorenkonferenz am Montag in New York bis zum Jahr 2022 einen Ertrag zwischen 24 und 25 Milliarden Euro in Aussicht. Damit ist das Institut etwas vorsichtiger als noch im Juli.

Damals hatte die Bank ihre neue Strategie vorgestellt und bis 2022 einen Ertrag von rund 25 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. 2018 hatte die Deutsche Bank auf vergleichbarer Basis einen Ertrag von knapp 23 Milliarden Euro erzielt. Seit Juli habe sich das Umfeld allerdings eingetrübt und die Lage der Weltwirtschaft sei fragiler geworden. Daher plane die Bank derzeit mit einem Ertrag zwischen 24 und 25 Milliarden Euro.

„Wir denken, das bleibt erreichbar, aber wir bekommen offensichtlich Gegenwind durch die niedrigen Zinsen“, sagte von Moltke. Viele Experten bezweifeln schon seit der Vorstellung der Strategie, dass die Bank ihr Ertragsziel erreichen kann, obwohl sie gleichzeitig Kosten senken und die Risiken reduzieren will.

Die vorsichtigeren Aussagen des Finanzvorstands könnten den Aktienkurs belasten. Dieser hatte sich in den vergangenen Tagen kräftig erholt - seit dem Rekordtief von 5,777 Euro Mitte August ging es um 27 Prozent nach oben. Trotz der jüngsten Erholung kostet das Papier immer noch fast ein Viertel weniger als noch vor einem Jahr.

Auf gutem Weg beim Konzernumbau

Mit Blick auf den Konzernumbau sieht sich das Geldhaus auf Kurs. „Wir sind auf einem guten Weg, unsere Ziele in diesem Jahr beim Bilanzabbau zu erreichen“, sagte von Moltke. Die Beeinträchtigungen im Investmentbanking durch die Restrukturierung seien geringer, als die Bank selbst berechnet und vorhergesagt habe.

Die Deutsche Bank stellt sich zur Zeit neu auf. So stampft sie den Aktienhandel komplett ein und verkleinert ihr Geschäft mit Anleihen. Insgesamt 18.000 Arbeitsplätze fallen dem Umbau zum Opfer.

Künftig will sich das größte deutsche Geldhaus auf stabilere Felder wie Privat- und Firmenkunden sowie das Transaktionsbanking fokussieren. Die Geschäfte in diesen Bereichen liefen gut, erläuterte von Moltke. Er sei zuversichtlich, dass die Deutsche Bank die Erträge in diesen Sparten im dritten Quartal weiter ausbauen könne

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  • rtr
  • dpa
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