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Geldinstitut Deutsche Bank sucht offenbar Käufer für Teile des US-Geschäfts

Die Deutsche Bank will auf Teile des Aktienhandels verzichten. Citigroup und BNP Paribas könnten als mögliche Interessenten gelten.
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Die Deutsche Bank hat einem Bericht zufolge unter anderem Gespräche mit der Citigroup und der BNP geführt. Quelle: dpa
Deutsche Bank

Die Deutsche Bank hat einem Bericht zufolge unter anderem Gespräche mit der Citigroup und der BNP geführt.

(Foto: dpa)

New York Im Zuge der Sanierung sucht die Deutsche Bank offenbar auch nach Käufern für Teile ihres US-Geschäfts. So habe das Institut Gespräche mit Citigroup und mit der französischen BNP Paribas und anderen geführt, um einen Verkauf von Teilen des Aktiengeschäfts auszuloten. Dabei gehe es unter anderem um das Geschäft mit Hedgefonds, Prime Brokerage genannt, und anderen Großkunden, wie das „Wall Street Journal“ am Dienstag berichtete.

Die Bank hatte in der Vergangenheit bereits signalisiert, künftig auf Teile des unprofitablen Aktienhandels verzichten zu wollen, der zum Großteil in New York und in London stattfindet. Finanzkreisen zufolge könnten in New York Hunderte Arbeitsplätze in diesem Bereich wegfallen.

Die Bank würde sich damit von einer wichtigen Säule des Investmentbanking-Geschäfts trennen. Der Aktienhandel, zu dem auch das Geschäft mit den Hedgefonds gehört, war einst ein wichtiger Umsatztreiber, der es dem Institut ermöglichte, mit den großen Wall-Street-Häusern wie Goldman Sachs und Morgan Stanley zu konkurrierte. Doch mit steigenden Regulierungsvorschriften nach der Finanzkrise und zunehmender Automatisierung ist der Aktienhandel für die Deutsche Bank wie für alle anderen Geldhäuser deutlich weniger attraktiv geworden.

„Dieser Bereich konsolidiert sich immer stärker bis nur noch eine Handvoll großer Banken und ein paar kleine Boutique-Investmentbanken übrig bleiben“, sagt der unabhängige Analyst Chris Whalen. Die Frage sei allerdings, wie viel Geld die Deutsche Bank für so einen Verkauf bekommen. „Es gibt nicht viele Blaupausen für so eine Transaktion“, sagte Whalen. Gerade für Derivate mit langer Laufzeit sei es extrem schwer, Preise zu berechnen. Typischerweise würden bei so einem Verkauf jedoch ganze Teams mit zum Käufer wechseln.

Eine Sprecherin der Bank in New York wollte den Bericht nicht kommentieren, verwies jedoch auf ein Statement von Ende Mai. Die Bank „arbeitet an Wegen, um die Transformation zu beschleunigen, um die Profitabilität der Bank zu verbessern“, hieß es darin .Vorstandschef Christian Sewing hatte auf der Hauptversammlung „harte Einschnitte“ angekündigt, auch bei Mitarbeiterin in London und New York. Citigroup und BNP lehnten eine Stellungnahme ab.

Der Aufsichtsrat der Deutschen Bank tagt das nächste Mal am 7. Juli. Dann könnte über Sparmaßnahmen entschieden werden, bei denen zwischen 15.000 und 20.000 Jobs gefährdet sind – mehr ein Fünftel der Belegschaft.

Mehr: Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing hat „harte Einschnitte“ angekündigt. Die Mitarbeiter der Deutschen Bank können die Pläne zum Stellenabbau nicht nachvollziehen.

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