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Geldtransporte Sparkassen fürchten neuen Heros-Skandal

Die Banken machen der Geldtransporter-Branche das Leben schwer: Vor allem Sparkassen stoßen immer öfter in das Kerngeschäft der Transporteure vor und erledigen deren Aufgabe mit eigenen Unternehmen. Das treibt die Branchenführer in die roten Zahlen.
  • Sonia Shinde
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Die Sparkassen übernehmen ihre Geldtransporte immer öfter selbst. Quelle: dpa

Die Sparkassen übernehmen ihre Geldtransporte immer öfter selbst.

(Foto: dpa)

FRANKFURT. Das macht besonders den Großen der Branche Probleme, denn der Markt, dessen Gesamtumsatz auf rund 500 Mio. Euro geschätzt wird, ist hart umkämpft und Marktführer Securlog und Unicorn schreiben nach Handelsblatt-Informationen rote Zahlen.

„Da ist schon eine große Unsicherheit im Markt“, sagt Ralf Brügmann, Geschäftsführer der S Bargeldlogistik. Experten wie er befürchten einen neuen Heros-Skandal. Im Mai startet deshalb das Gemeinschaftsprojekt der Stadtsparkasse Oberhausen und der Sparkasse Mühlheim. Ein regionaler Geldtransporteur ist Minderheitsgesellschafter. Rund 260 Filialen und Servicecenter von vier Sparkassen und einer Volksbank soll das Unternehmen versorgen.

Kein Einzelfall: Die Sparkassen in Ostdeutschland werden von „Cashy“ versorgt. An dem Unternehmen sind elf Sparkassen aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt beteiligt, drei Werttransportunternehmen (WTU) fungieren als Partner. Seit Beginn des Jahres hat Cashy die ersten beiden Genossenschaftsbanken unter Vertrag. „Das Interesse nimmt zu, unter anderem bei den Genossenschaftsbanken“, so eine Sprecherin des Ostdeutschen Sparkassenverbandes. Auch Sparkassen aus anderen Verbandsgebieten wollen zu Cashy, derzeit liefen Verhandlungen mit Instituten in Thüringen. Andere Sparkassen verzichten auf WTU. Seit Januar vergangenen Jahres versorgt ein Gemeinschaftsunternehmen von Sparkasse Hannover und Hannoverscher Volksbank rund 160 Filialen. „Nach den Erfahrungen von Heros und nach Beobachtung des Marktes, schien es uns sicherer zu sein, unseren Bargeldtransport selbst zu organisieren“, sagt Stefan Becker, Sprecher der Sparkasse Hannover. Weitere Sparkassen und Volksbanken hätten Interesse, sich der Wertlogistik Nord anzuschließen.

Auch die Sparkasse Osnabrück fährt Scheine und Münzen selbst, inzwischen betreut ihre Geldtransporter-Tochter SKO auch drei Kommunen aus der Region. Auch die größte Sparkasse in Deutschland, die Haspa, beliefert nicht nur ihre eigenen rund 180 Filialen, sondern auch Kunden aus Handel und Kreditwirtschaft im Großraum Hamburg. Auch hier gäbe es Interesse weiterer Kunden.

Der Trend trifft vor allem die beiden Großen der Branche hart: Heros-Nachfolger Securlog verliert Umsatz und hat nach eigenen Angaben kaum neue Kunden akquiriert. Für 2009 muss das Unternehmen einen Verlust von rund elf Mio. Euro ausweisen, das bestätigte Geschäftsführer Lothar Thoma. Für 2010 plant er „eine schwarze Null“. Jetzt will er bei den Sparkassen auf Kundenfang gehen. Sie zeichnen für rund 50 Prozent des Bargeldumlaufs verantwortlich. Die Volks- und Raiffeisenbanken kommen auf rund ein Drittel. Zudem sind Banken nach Informationen von Brancheninsidern, die einzigen die angemessene Preise von rund 20 bis 24 Euro je Stopp zahlen. Der Handel dagegen drücke wieder die Preise, sagen Insider. Thoma will sich deshalb aus dem Geldtransport für den Handel zurückziehen.

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