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Gender-Pay-Gap Britische Großbank HSBC zahlt Frauen 59 Prozent weniger als Männern

Der Unterschied ist extrem: Bei der HSBC verdienen Frauen 59 Prozent weniger als Männer. Die britische Großbank will nun gegensteuern.
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In der Führungsetage der britischen Großbank sind nur wenige Frauen vertreten. Quelle: Reuters
HSBC

In der Führungsetage der britischen Großbank sind nur wenige Frauen vertreten.

(Foto: Reuters)

LondonDie Gehaltsschere zwischen Männern und Frauen ist bei der britischen Großbank HSBC so groß wie bei keinem anderen britischen Finanzunternehmen. Im Schnitt verdienen Frauen bei dem Institut 59 Prozent weniger als Männer, wie aus dem Gehaltsbericht hervorgeht, den Reuters einsehen konnte. Bei den Boni betrug der Unterschied sogar 89 Prozent.

Eine Sprecherin der Bank bestätigte den Inhalt des Berichts. Der Unterschied sei auf die relativ geringe Anzahl von Frauen in Führungspositionen zurückzuführen.

Obwohl mehr als die Hälfe der HSBC-Beschäftigten weiblich sind, werden nur 23 Prozent der Führungspositionen von Frauen besetzt. HSBC erklärte, die Bank habe eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um die Gehaltsunterschiede zu reduzieren: Im Jahr 2020 sollen 30 Prozent der Führungspositionen von Frauen besetzt sein.

Die britische Regierung hatte die Finanzunternehmen des Landes im vergangenen Jahr verpflichtet, bis April 2018 Daten zur sogenannten Gender Pay Gap zu veröffentlichen.

Die Großbanken Lloyds und Royal Bank of Scotland hatten den Gehaltsunterschied in Großbritannien zwischen Männern und Frauen auf 32,8 Prozent und 37 Prozent beziffert. Bei Standard Chartered lag er nach Angaben des Geldhauses bei 30 Prozent, bei Virgin Money bei 32,5 Prozent.

Die Gehaltsschere ist ein großes Thema in Großbritannien. Die BBC-Bürochefin in China, Carrie Gracie, trat im Januar aus Protest von ihrem Posten zurück, auf dem sie deutlich weniger verdiente als männliche Kollegen in vergleichbaren Positionen.

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