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Genossenschaftsbanken Vom Ländle ins ganze Land

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Mehr Geschäft hilft im Kampf gegen Minizinsen

Der Verband der Sparda-Banken zeigt sich derweil entspannt: Die Gruppe und der Verband seien über die Änderungen bei der Sparda-Bank Baden-Württemberg schon länger im Bilde und trügen diese mit, so eine Sprecherin des Verbandes, der sich aus der Geschäftspolitik der einzelnen Kreditinstitute heraushält. Es sei nachvollziehbar, auch bei den digitalen Dienstleistungen neue Wege einzuschlagen. Aus Sicht des Verbands „gilt das Regionalprinzip unverändert für das Kerngeschäft der Sparda-Banken in den Filialen“.

Die Sparda-Bank Baden-Württemberg begründet ihren Schritt mit der Digitalisierung des Geschäfts. „Die Menschen werden immer mobiler. Sie ziehen aus Baden-Württemberg weg und wollen trotzdem noch von uns betreut werden“, sagt Bankchef Martin Hettich. „Diese Kunden können wir nun weiterhin über die digitalen Wege betreuen.“ Allerdings richtet sich das Geldhaus auch an neue Kunden außerhalb Baden-Württembergs, mit denen sie bisher keinen Kontakt hat.

Parallel verändern die Stuttgarter ihr Geschäftsmodell noch weiter: Während sich die Bank – wie alle Sparda-Banken – bisher nur an Privatkunden richtet, will sie nun auch kleine Firmen wie Gewerbetreibende, Selbstständige und Freiberufler betreuen. Sie können neuerdings ein Konto bei der Sparda-Bank Baden-Württemberg eröffnen.

Beide Schritte dürften dem Geldhaus auch im Ringen mit den Niedrigzinsen helfen. Angesichts der Minizinsen sinken die vor allem für die regionalen Geldhäuser wichtigen Zinserträge. Mit mehr Geschäft, also mehr Kreditvergabe, können sie sich gegen diesen Effekt stemmen.

Die Sparda-Bank Baden-Württemberg steht allerdings heute vergleichsweise gut da, wie ihre Kosten-Ertragsrelation von 56 zeigt. Sie muss also 56 Cent aufwenden, um einen Euro zu verdienen. Bei vielen anderen Genossenschaftsbanken liegt dieses Verhältnis bei über 70. Zudem will Hettich am kostenlosen Girokonto der Bank festhalten.

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