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Gewinneinbruch Crédit Agricole leidet unter Griechenland-Krise

Die französische Großbank Crédit Agricole muss wegen hoher Abschreibungen einen starken Gewinneinbruch hinnehmen. Das Nettoergebnis ging um satte 75 Prozent zurück. Analysten hatten mit einem Plus gerechnet.
Update: 11.05.2012 - 14:33 Uhr 1 Kommentar
Der Hauptsitz der französischen Großbank Credit Agricole in Paris. Quelle: AFP

Der Hauptsitz der französischen Großbank Credit Agricole in Paris.

(Foto: AFP)

ParisHohe Abschreibungen auf das Engagement in Griechenland haben der französischen Großbank Crédit Agricole einen unerwartet starken Gewinneinbruch eingebrockt. Das Institut wies am Freitag für das erste Quartal einen Rückgang des Nettoergebnisses von 75 Prozent zum Vorjahr auf 252 Millionen Euro aus. Hintergrund seien Abschreibungen über 940 Millionen Euro im Zusammenhang mit der Schuldenkrise in Griechenland. Analysten hatten mit einem Überschuss von 623 Millionen Euro gerechnet.

Ohne den Rückkauf nachrangiger Anleihen und den Verkauf von Intesa-Aktien, die zusammen 466 Millionen Euro Buchgewinn einbrachten, wäre die Bank erneut in den roten Zahlen gelandet. Die Einnahmen steigerte die Bank dagegen um 2,3 Prozent auf 5,43 Milliarden Euro. Die Kernkapitalquote (Tier-1) stieg zum Quartalsende den Angaben nach auf 9,4 Prozent von 8,6 Prozent zum Ende des vierten Quartals 2011.

Im vergangenen Jahr hatte die Bank einen Nettoverlust von fast 1,5 Milliarden Euro geschrieben, dabei belastete Griechenland allein mit 2,4 Milliarden Euro. Crédit Agricole ist gleich doppelt vom Hellas-Drama betroffen. Zum einen musste die Bank hohe Abschreibungen auf Staatsanleihen im Zuge des Schuldenschnitts hinnehmen - im ersten Quartal noch einmal 373 Millionen Euro. Zum anderen besitzen die Franzosen seit 2006 die griechische Bank Emporiki.

Wegen der Wirtschaftskrise in dem Land belastete Emporiki die Bilanz der französischen Bank im ersten Quartal mit 567 Millionen Euro. Zudem musste die Muttergesellschaft im Januar der Tochter zwei Milliarden Euro frisches Geld geben. Dabei bemüht sich die Crédit Agricole, ihre Refinanzierungsverpflichtungen so weit wie möglich herunterzufahren. Die Aktie der Großbank hat in diesem Jahr 20 Prozent an Wert verloren.

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  • rtr
  • dpa
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1 Kommentar zu "Gewinneinbruch: Crédit Agricole leidet unter Griechenland-Krise"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.


  • nennt sich die griechische Tocherbank nicht Emporiki ?.
    Von wegen Engagement, das ist doch eine HB Nebelkerze.
    Schon die franz. Mutter-Bank ist fuer mich Bimbes.
    Tolle Berichterstattung, aber mglw. täusch ich mich ja...

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