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Ghislaine Maxwell Vertraute von Epstein soll Sexhandel organisiert haben

Nach dem Tod des Milliardärs Jeffrey Epstein fokussiert sich die Polizei auf seine Gefährtin. Doch die ist spurlos verschwunden.
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In New York ist sie berühmt für ihre Dinnerpartys. Quelle: Getty Images
Ghislaine Maxwell

In New York ist sie berühmt für ihre Dinnerpartys.

(Foto: Getty Images)

New York Ghislaine Maxwell hat Erfahrung darin, Mysterien zu schaffen. Als ihr Vater Robert Maxwell Anfang der 90er-Jahre von seiner Jacht in den Tod stürzte, verschwand die Britin Richtung New York. Nun ist sie erneut unauffindbar. Dabei ist die 57-Jährige die Schlüsselfigur im Prozess um den Sexhandelsrings, den der Investmentbanker Jeffrey Epstein betrieben haben soll. Der Milliardär war in der Nacht zu Samstag tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden worden.

Das Medien-Imperium ihres Vaters hatte vom „Mirror“ über McMillan und MTV bis zu den Berlitz-Sprachschulen gereicht. Als er starb, stand es vor der Pleite. Doch seine Lieblingstochter Ghislaine, die in einer Villa mit 53 Zimmern aufwuchs, wollte ihren Lebensstil unter keinen Umständen aufgeben.

In New York traf sie auf den Financier und Partylöwen Jeffrey Epstein, dem sie zwar kein Geld bieten konnte, dafür aber jede Menge Kontakte, die bis ins britische Königshaus reichten. Der Banker und Maxwell wurden ein glitzerndes Society-Paar; auf ihren Dinnerpartys trafen sich Berühmtheiten wie Bill Clinton, Donald Trump und Woody Allen.

Seit Epsteins Tod steht Maxwell im Mittelpunkt der Ermittlungen. Staatsanwalt und Justizminister versichern, dass das Verfahren weitergeht. Im ersten Prozess 2008 war Maxwell noch ungeschoren davongekommen. Sie hatte sich nach seiner Verurteilung von ihm abgewandt, eine Organisation zur Rettung des Ozeans gegründet und sich ansonsten weiterhin auf gesellschaftlichen Anlässen die Ehre gegeben: Bei Chelsea Clintons Hochzeit war sie ebenso eingeladen wie bei der Oscar-Party von „Vanity Fair“.

Doch im aktuellen Prozess erheben die Staatsanwälte ungeheure Vorwürfe gegen die Britin: Sie sei es gewesen, die den Sexhandelsring organisiert habe. Selbst nach dem Ende der Beziehung zu Epstein habe sie minderjährige Mädchen für ihn rekrutiert. Aber von Maxwell fehlt derzeit jede Spur. Ihre Anwälte ließen verlauten, sie sei wieder in Großbritannien, Adresse unbekannt. Andere behaupten, sie halte sich in Florida versteckt. Ihr TerraMar Project zur Rettung der Ozeane jedenfalls wurde im Juli geschlossen.

Mehr: Jahrelang war die Deutsche Bank Jefferey Eppsteins Hausbank. Erst Ende 2018 kappte das Geldinstitut seine Verbindung zu dem umstrittenen Milliardär. Geschah dies zu spät?

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