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Goldman Sachs Skandal um malaysischen Staatsfonds könnte Lloyd Blankfein Millionen kosten

Der Skandal um den malaysischen Staatsfonds zieht weitere Kreise. Goldman Sachs hält jetzt bestimmte Bonus-Zahlungen für ehemalige Top-Manager zurück.
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Der ehemalige Vorstandschef von Goldman Sachs muss vorerst auf  bestimmte Bonus-Zahlungen verzichten. Quelle: Reuters
Lloyd Blankfein

Der ehemalige Vorstandschef von Goldman Sachs muss vorerst auf bestimmte Bonus-Zahlungen verzichten.

(Foto: Reuters)

New YorkDer Betrugsskandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB könnte Spitzenbanker von Goldman Sachs Millionen kosten. Die Bank hält bestimmte Bonus-Zahlungen für drei ehemalige Top-Manager vorerst zurück, wie sie am Freitag in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC mitteilte.

Dabei soll es sich um den früheren Vorstandschef Lloyd Blankfein, den früheren Chef des internationalen Geschäfts, Michael Sherwood und den früheren Chef des Geschäfts in den Emerging-Markets, Michael Evans, handeln, berichtet der Finanzdienstleister Bloomberg

Ein Teil der Vergütung für Goldmans Top-Manager ist an den langfristigen Erfolg des Instituts geknüpft. In diesem Fall ging es um die Zeitspanne 2011 bis 2018. Da der Skandal um verschwundene Milliarden aus dem 1MDB-Fonds in den Zeitraum fiel, werde die Bank die Entscheidung über die Auszahlung „vertagen, bis weitere Informationen bekannt werden“, heißt es in der SEC-Mitteilung.

Auch Blankfeins Nachfolger David Solomon könnte finanzielle Einbußen haben. Der seit Oktober amtierende Goldman-Chef, der zuvor unter anderem das Investmentbanking leitete, verdiente im vergangenen Jahr 23 Millionen Dollar, davon entfallen gut 21 Millionen Dollar auf eine variable Vergütung, die zum Teil in Aktien und zeitlich versetzt ausgezahlt wird.

Die Bank teilte der SEC ebenfalls mit, dass sie sich vorbehalte, auch einen Teil der Aktien für die Vorstände zurückzuhalten. Diese Regelung soll greifen, falls sich später herausstellen sollte, dass die Vorgänge rund um 1MDB „die Entscheidung über die Jahresend-Vergütung für 2018 beeinflusst hätten“, hieß es.

2018 verdiente Blankfein 20,5 Millionen Dollar. Die Bank verdoppelte im vergangenen Jahr ihren Gewinn, der Aktienkurs brach wegen des Skandals in Malaysia jedoch um über 30 Prozent ein, hat sich seit dem jedoch wieder etwas erholt.

Der frühere Südostasien-Chef der Bank, Tim Leissner, hatte sich schuldig bekannt, Teil des milliardenschweren Betrugs zu sein, bei dem mindestens 2,7 Milliarden Dollar aus dem malaysischen Staatsfonds abgezweigt wurden. Leissner handelte mit dem malaysischen Geschäftsmann Jho Low. Das US-Justizministerium hat auch gegen Leissners Stellvertreter Klage eingereicht.

Die Staatsanwaltschaft untersucht nun auch die Rolle der Bank. Malaysia reichte eine strafrechtliche Klage gegen Goldman ein. Solomon hat sich im Januar, bei der Vorstellung der Quartalszahlen, für das Verhalten von Leissner beim malaysischen Volk entschuldigt.

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