Griechenland Banken benötigen weniger Kredithilfen

Griechische Geldhäuser waren 2015 noch fast ausschließlich auf Notfallhilfen heimischer Notenbanken angewiesen. Heute geht die Nachfrage weiter stark zurück. Die Liquiditätssituation hat sich deutlich verbessert.
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Die Lage griechischer Banken hat sich deutlich aufgehellt. Quelle: Reuters
Griechenland

Die Lage griechischer Banken hat sich deutlich aufgehellt.

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AthenDie Lage der griechischen Banken hat sich zum Jahresstart weiter aufgehellt. Inzwischen sind Institute von Thessaloniki bis Kreta immer weniger auf Notfallhilfen ihrer heimischen Notenbank angewiesen, wie aus einer Mitteilung der Bank von Griechenland vom Mittwoch hervorgeht. Laut den Angaben genehmigte die EZB eine Herabsetzung der Obergrenze für sogenannte ELA-Kredithilfen (Emergency Liquidity Assistance) an die Geldhäuser um 2,8 Milliarden auf nunmehr 22 Milliarden Euro. Der Schritt spiegele die verbesserte Liquiditätssituation der Banken wider, erklärte die Athener Notenbank. Das neue Limit gelte bis einschließlich 7. Februar.

Griechische Institute waren viele Monate lang fast ausschließlich auf solche Notfall-Kredite ihrer heimischen Notenbank angewiesen. Denn die Europäische Zentralbank (EZB) hatte die Geldhäuser im Frühjahr 2015, als sich der Schuldenstreit des Landes mit seinen Geldgebern zuspitzte, von der regulären Geldversorgung abgeschnitten. Seit Juni 2016 sind die Banken aber wieder an die erheblich günstigere Geldversorgung über die EZB angeschlossen. ELA-Kredithilfen werden seitdem deutlich weniger nachgefragt. Nach Daten der griechischen Notenbank ging im November die Nutzung derartiger Notfallkredite um 12,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat zurück.

Griechenland hängt seit 2010 finanziell am Tropf seiner internationalen Geldgeber. Im August läuft das dritte Hilfspaket im Volumen von bis zu 86 Milliarden Euro aus.

  • rtr
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