Griechische Bank Piraeus durch Buchgewinn in schwarzen Zahlen

Durch den Kauf von griechischen Sparten zyprischer Banken ist das Geldhaus im ersten Quartal einem Verlust entgangen. Grund sind auch die steigenden Rückstellungen für Problem-Kredite, so das Institut.
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Der Schriftzug der Piraeus Bank an einem Geldautomaten: Sonderposten haben einen Verlust verhindert. Quelle: Reuters

Der Schriftzug der Piraeus Bank an einem Geldautomaten: Sonderposten haben einen Verlust verhindert.

(Foto: Reuters)

AthenEin Buchgewinn hat der griechischen Bank Piraeus die Bilanz gerettet. Das zweitgrößte Geldhaus des krisengeschüttelten Euro-Landes verdiente im ersten Quartal unter dem Strich 3,62 Milliarden Euro nach 46 Millionen Euro vor Jahresfrist, wie die Bank am Montag mitteilte. Zugute sei dem Kreditinstitut ein buchtechnischer Gewinn durch den Kauf von griechischen Sparten zyprischer Banken bekommen.

Ohne den Sonderposten hätte das Geldhaus angesichts der anhaltenden Rezession einen Verlust von 336 Millionen Euro verbucht. Die Rückstellungen für Problem-Kredite seien wegen der hohen Arbeitslosigkeit auf 506 Millionen Euro von 296 Millionen Euro gestiegen.

Griechenland will spätestens Mitte Juli zwei kleinere Banken verkaufen und die großen Institute noch in diesem Jahr einem Stresstest unterziehen. Im jüngsten Troika-Bericht hieß es, der Bankenrettungsfonds des Landes suche neue Besitzer für die Hellenic Postbank sowie für Proton. Beide Banken wurden in "gute" und "schlechte" Teile aufgespaltet und sind vollständig Eigentum des Fonds, der im Rahmen des Rettungspakets mit 50 Milliarden Euro ausgestattet wurde.

In dem Bericht von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) heißt es weiter, diese Summe reiche für Rekapitalisierungen und Abwicklungen in der Branche aus. Zudem bleibe genug Geld übrig, um den Sektor noch vor Jahresende einem Stresstest zu unterwerfen.
Die Rekapitalisierung der vier wichtigsten Banken des Landes, zu denen neben Piraeus auch National, Alpha und Eurobank gehören, soll bis Mitte Juni abgeschlossen sein. Diese Banken benötigen 27,5 Milliarden Euro, um Löcher in den Bilanzen zu stopfen. Mindestens zehn Prozent davon sollen sie bei privaten Investoren eintreiben.

  • rtr
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