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Großbank Societe Generale senkt nach Gewinnbruch die Ziele

Die Turbulenzen an den Finanzmärkten setzen der französischen Großbank zu. Jetzt will sie einen 500 Millionen Euro schweren Sparkurs einlegen.
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Das französische Geldhaus will sich von einigen Bereichen trennen. Quelle: Reuters
Societe Generale

Das französische Geldhaus will sich von einigen Bereichen trennen.

(Foto: Reuters)

Paris Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) kappt nach einem Gewinneinbruch ihre Ziele. Sowohl das mittelfristige Wachstums- als auch das Renditeziel würden verfehlt, teilte SocGen am Donnerstag mit. In der Unternehmens- und Investmentbank, die von dem Einbruch der Finanzmärkte zum Jahresende hart getroffen wurde, setzt die Bank nun den Rotstift an. Erst am Mittwoch hatte der größere Rivale BNP Paribas seine Mittelfristziele ebenfalls eingedampft und seinen Sparkurs verschärft.

Die Turbulenzen an den Finanzmärkten hinterließen tiefe Spuren in der Bilanz von SocGen. Die Erträge fielen im vierten Quartal um 6,3 Prozent auf 5,93 Milliarden Euro. Der Gewinn in der Unternehmens- und Investmentbank hat sich im Schlussquartal mehr als halbiert. Überraschend kamen die Probleme nicht, bereits vor drei Wochen hatte SocGen eine Gewinnwarnung veröffentlicht.

In der Unternehmens- und Investmentbank will SocGen nun 500 Millionen Euro sparen. Der für das Finanzmarktgeschäft zuständige Manager Frank Drouet muss seinen Hut nehmen und wird durch den stellvertretenden Risikochef Jean-Francois Gregoire ersetzt. Die Bank will zusätzliche Geschäftsteile verkaufen oder einstampfen. Das Institut will sich von Bereichen trennen, die für sechs bis sieben Prozent der Bilanzsumme stehen, nachdem bisher ein Ziel von fünf Prozent ausgegeben worden war.

In den vergangenen Monaten hat sich SocGen bereits von Banken in Belgien, Bulgarien, Serbien, Moldau und Südafrika getrennt. Der Eigenhandel in Hongkong wurde aufgegeben. SocGen-Chef Frederic Oudea sagte, die Aussichten für die drittgrößte börsennotierte Bank Frankreichs hätten sich im vergangen Quartal eingetrübt. Er verwies auf die Konjunkturabkühlung in der Euro-Zone, unerwartet niedrige Zinsen und geopolitische Unsicherheiten wie die Handelskonflikte.

SocGen erwartet nun im Jahr 2020 eine Eigenkapitalrendite (ROTE) von neun bis zehn Prozent, nachdem bislang 11,5 Prozent angestrebt worden waren. Auch das angepeilte Ziel eines Ertragswachstums von drei Prozent werde der Konzern verfehlen. 2018 steigerte SocGen trotz des Ertragseinbruchs im vierten Quartal die bereinigten Einnahmen um 0,6 Prozent auf 25,2 Milliarden Euro, der Nettogewinn stieg um fast 38 Prozent auf 3,86 Milliarden Euro.

Im Vorjahr hatten insbesondere Belastungen aus der US-Steuerreform das Ergebnis gedrückt. Die bereinigte Eigenkapitalrendite betrug im vergangenen Jahr 9,7 Prozent. (Reporter: Inti Landauro, Matthieu Protard, Hans Seidenstücker, redigiert von Myria Mildenberger. Bei Rückfragen

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