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Großbritannien Britische Aufseher machen Ernst

Die Britische FSA lässt ihre Muskeln spielen: Die Behörde blockiert den Einstieg eines Ex-RBS-Managers bei der Bank Greenhill. In der Kreditkrise war die Finanzaufsicht wegen ihrer liberalen Politik in die Kritik geraten. Fortan will sich die FSA stärker einmischen.
Der ehemalige Chef des Investment-Bankings bei der Royal Bank of Scotland Johnny Cameron darf nicht bei dem Institut Greenhill einsteigen. Quelle: Reuters

Der ehemalige Chef des Investment-Bankings bei der Royal Bank of Scotland Johnny Cameron darf nicht bei dem Institut Greenhill einsteigen.

(Foto: Reuters)

LONDON. Die britische Finanzaufsicht FSA macht Ernst mit ihrer Drohung, sich stärker in die Geschäfte der Banken einzumischen. Johnny Cameron, der ehemalige Chef des Investment-Bankings der gestrauchelten Großbank Royal Bank of Scotland (RBS) musste jetzt nach Informationen der Zeitung "Sunday Telegraph" die Verhandlungen über einen Einstieg bei der Investmentbank Greenhill abbrechen, weil die FSA passiven Widerstand leistete. Die Kontrolleure hatten signalisiert, dass sie Cameron die formal notwendige Genehmigung für Manager, die eine führende Rolle bei einem von der FSA kontrollierten Institut übernehmen wollen, nicht erteilen würde. Weder die FSA noch Cameron noch Greenhill wollten die Vorgänge gestern kommentieren.

Die britische Finanzaufsicht war im Zuge der Kreditkrise massiv in die Kritik geraten. Politiker und Banker warfen der Behörde vor, sie habe mit ihrem unter dem Stichwort "Light Touch" bekannten liberalen Ansatz zur Entstehung der Verwerfungen beigetragen. Nach Meinung des bekannten Fondsmanagers Anthony Bolton von Fidelity Investments tragen die Regulatoren sogar die Hauptschuld an der Misere. Die Aufseher hätten über die besten Informationen verfügt, deshalb müssten sie jetzt auch den größten Teil der Verantwortung für die Verwerfungen auf sich nehmen.

Adair Turner, der neue Chairman der FSA, hat sich in seinem Mitte März vorgestellten großen Untersuchungsbericht zur Zukunft der britischen Finanzaufsicht offiziell vom bisherigen liberalen Kurs verabschiedet. "Light Touch" gehöre auf den "Müllhaufen der Geschichte, hatte der Chairman klar gemacht. In Zukunft will Turner die Banken zwingen, mehr Kapital zurückzulegen, er will Ratingagenturen überwachen, Hedge-Fonds kontrollieren und Steueroasen austrocknen. Turner räumte ein, es sei falsch gewesen zu glauben, dass die Märkte immer effizient seien und Ungleichgewichte durch ihre Selbstreinigungskräfte schnell und automatisch beseitigen würden. Deshalb kündigte der FSA-Chairman an, dass sich seine Behörde in Zukunft deutlich stärker in die Geschäfte der Banken einmischen werde.

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