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Halbjahreszahlen Deutsche Börse setzt trotz Zurückhaltung der Händler Wachstumskurs fort

Die globalen Unsicherheiten belasten die Geschäfte des größten deutschen Börsenbetreibers. Aufgrund der höheren US-Leitzinsen sieht sich der Konzern aber dennoch auf Kurs.
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Wichtigster deutscher Wertpapierhandelsplatz. Quelle: Reuters
Börse in Frankfurt

Wichtigster deutscher Wertpapierhandelsplatz.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Die Deutsche Börse hat im zweiten Quartal ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Die Nettoerlöse stiegen zwischen April und Juni gegenüber dem Vorjahreszeitraum um sechs Prozent auf 724,8 Millionen Euro, wie der Dax-Konzern am Mittwochabend mitteilte.

Der um Sondereffekte bereinigte, den Aktionären zurechenbare Gewinn legte um zehn Prozent auf 288,4 Millionen Euro zu. Im ersten Quartal war er nur um acht Prozent angestiegen.

Die Deutsche Börse liegt damit 2019 im selbstgesteckten Plan. „Im ersten Halbjahr sind die strukturell bedingten Nettoerlöse wie geplant um fünf Prozent gestiegen“, bilanzierte Finanzvorstand Gregor Pottmeyer. Der bereinigte Gewinn sei um neun Prozent gestiegen und liege damit ebenfalls in der Prognose für das Gesamtjahr, die von einem Wachstum von rund zehn Prozent ausgeht. „Wir sind daher zuversichtlich, unsere Ziele für 2019 zu erreichen.“

Die niedrigere Volatilität an den Märkten – für Börsenbetreiber ein schlechtes Omen – sei durch die höheren US-Leitzinsen weitgehend ausgeglichen worden, erklärte der Konzern aus Eschborn bei Frankfurt.

Dafür sind im zweiten Quartal die Kosten weiter gestiegen: Die bereinigten operativen Kosten lagen mit 260 Millionen Euro um vier Prozent über denen des Vorjahresquartals. Den Anstieg erklärt die Börse im Wesentlichen mit höheren Investitionen für neue Technologien und Regulierung sowie mit Konsolidierungseffekten. Sondereffekte von rund 31 Millionen Euro wurden aus den operativen Kosten herausgerechnet.

Weiter schwächelnder Wertpapierhandel

Die Nettoerlöse kletterten insbesondere in den Segmenten Clearstream, also der Wertpapierverwahrung, sowie im Rohstoffhandelsbereich EEX. Weniger gut entwickelten sich die Bereiche Sicherheitenmanagement (GSF) und der Wertpapierhandel Xetra.

Das Handelsvolumen ist aus Sicht der Börse weiter ausbaufähig. Zwar verbesserten sich die Rahmenbedingungen im zweiten Quartal leicht gegenüber dem Jahresbeginn 2019, dennoch wurde an den Aktienmärkten im Vergleich zu 2018 weniger gehandelt. Dämpfend wirkten etwa die weitere Eskalation im Handelskonflikt USA-China, die Brexit-Unsicherheit und das Postengeschacher innerhalb der EU im Nachgang zur Europawahl, außerdem die Angst vor einer Abkühlung der Weltkonjunktur.

Die Zurückhaltung der Händler zeigte sich insbesondere an der Derivatebörse Eurex, der wichtigsten Konzernsparte. Hier ging das Handelsvolumen im zweiten Quartal in vielen Bereichen zurück. Dennoch blieben die Nettoerlöse praktisch konstant.

Zu den Verhandlungen mit dem angelsächsischen Finanzkonzern Refinitiv über eine möglicherweise milliardenschwere Übernahme im Devisenhandel gab es am Mittwochabend aus Eschborn keine Neuigkeiten.

Mehr: In der Finanzbranche werden Algorithmen seit vielen Jahren eingesetzt und genauestens kontrolliert. Ein Ortsbesuch im Rechenzentrum der Deutschen Börse.

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