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Handelsblatt Banken-Gipfel Banken machen Fortschritte mit der Künstlichen Intelligenz

Die Finanzbranche will bei der Kommunikation mit den Kunden stärker auf Künstliche Intelligenz setzen. Bislang wird diese fast nur im Backoffice eingesetzt.
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Marianne Stroehmann, Director beim Internetkonzern Google in Deutschland, meinte, das Thema KI sei bisher „in zu wenigen Chefetagen angekommen“ und befinde sich oft nur in Prüfung. Quelle: Marc-Steffen Unger für Handelsblatt
Handelsblatt Banken-Gipfel 2019

Marianne Stroehmann, Director beim Internetkonzern Google in Deutschland, meinte, das Thema KI sei bisher „in zu wenigen Chefetagen angekommen“ und befinde sich oft nur in Prüfung.

(Foto: Marc-Steffen Unger für Handelsblatt)

Frankfurt Die deutschen Banken stehen beim Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) noch ganz am Anfang. Es gebe Institute, die seien bereits losgelaufen, doch keiner wirklich weit, sagte Chris Bartz, Co-Geschäftsführer beim Berliner Finanz-Start-up Elinvar, das Dienstleister für Banken ist. Auch Marianne Stroehmann, Director beim Internetkonzern Google in Deutschland, meinte, das Thema sei bisher „in zu wenigen Chefetagen angekommen“ und befinde sich oft nur in Prüfung.

Hinter KI steht die geschickte Auswertung von Daten. Die Technologie dürfte in vielen Branchen künftig für große Veränderungen sorgen. Echte KI-Systeme sind in der Lage, Daten selbstständig einzuordnen, Zusammenhänge zu erkennen oder Vorhersagen zu machen. Sie lernen ständig hinzu, verbessern sich also selbst während ihres Einsatzes.

Durch den Einsatz solch selbstlernender Computersysteme erhoffen sich Banken vor allem zwei Dinge: mehr Effizienz und höhere Erträge. Einerseits wollen die Institute Kosten senken, etwa weil sie weniger Mitarbeiter in Callcentern brauchen. Zum anderen wollen sie ihre Kunden gezielter ansprechen, indem sie längst vorhandene Daten besser auswerten.

Nach Ansicht von Mirjam Pütz, bei der Deutschen Bank Leiterin Forschung und Entwicklung im Privatkundengeschäft Deutschland, wird KI großen Einfluss auf die Branche haben. „Das ist auch wichtig, um Digitalisierung und Rentabilität weiter nach vorn zu treiben.“ Ein Anwendungsgebiet sei beispielsweise die Kundenbindung. Mit KI könne man frühzeitig erkennen, wenn Kunden Abwanderungsgedanken hegen und entsprechend gegensteuern. Für diesen Schritt müsse man die Kunden dann aber persönlich ansprechen.

Bisher spielt Künstliche Intelligenz bei den Geldhäusern oft nur im Backoffice eine größere Rolle – quasi hinter den Kulissen, wo die Institute Zahlungsströme überwachen und die Identität neuer Kunden prüfen. In den nächsten Jahren dürfte die Technologie mehr in der Kommunikation mit den Kunden eingesetzt werden. Die meisten Menschen seien frustriert, wie wahllos die Banken ihre Daten einsetzten, meint Elinvar-Co-Chef Bartz. Als Beispiel führte er an, dass Kreditinstitute breit gestreute Werbe-E-Mails für Produkte verschicken, die nur zu einem Bruchteil der angeschriebenen Kunden passten.

Mehr: Längst nicht überall, wo in der Finanzbranche mit KI geworben wird, kommt sie tatsächlich schon zum Einsatz. Doch das Potenzial der Technologie ist groß.

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