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Handelsblatt-Bankengipfel Martin Zielke soll an die Spitze des privaten Bankenverbandes rücken

Der Commerzbank-Chef übernimmt offenbar die Führung der privaten Bankenlobby. Kritiker befürchten allerdings, dass er nicht unbelastet sein könnte.
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Der Commerzbank-Chef genießt unter seinen Amtskollegen hohes Ansehen. Quelle: Uta Wagner für Handelsblatt
Martin Zielke

Der Commerzbank-Chef genießt unter seinen Amtskollegen hohes Ansehen.

(Foto: Uta Wagner für Handelsblatt)

Frankfurt Gerüchte machten bereits seit ein paar Tagen die Runde, jetzt ist es offiziell: Commerzbank-Chef Martin Zielke soll im kommenden Jahr an die Spitze des Bundesverbands der deutschen Banken (BdB) rücken. „Mein Vorschlag ist ganz klar: Martin Zielke“, sagte der derzeitige oberste Bankenlobbyist Hans-Walter Peters am Donnerstag auf dem Banken-Gipfel des Handelsblatts und bestätigte damit erstmals die Kandidatur des Frankfurter Spitzenbankers.

Der amtierende BdB-Präsident hat das Recht, seinen Nachfolger vorzuschlagen, und in der Regel folgt der Vorstand des Verbands dieser Empfehlung auch.

Die Wahlen zum Vorstand des BdB sind für April 2020 geplant, danach bestimmt das Führungsgremium des Verbands aus seinen Reihen den Präsidenten. Peters sagte, nach seiner Überzeugung sei der Verband, der die privaten Banken in Deutschland vertritt, gut beraten, wenn der Vorstandsvorsitzende einer großen Bank das Spitzenamt übernehme. Peters, der Chef der Hamburger Privatbank Berenberg ist, ist seit Mitte April 2016 Präsident des BdB und wird sein Amt turnusgemäß im kommenden Jahr abgeben.

Zielke sitzt bereits im Vorstand des Bankenverbands und genießt im Führungsgremium nach Informationen aus Finanzkreisen großen Rückhalt. Seine Wahl gilt deshalb als sehr wahrscheinlich. Allerdings gibt es auch abweichende Stimmen.

Zielke hat derzeit mit seinem eigenen Geldhaus viel Arbeit. Die Commerzbank steht nach der geplatzten Fusion mit der Deutschen Bank vor einem Umbau. Noch im Herbst will der Vorstandschef eine neue Strategie vorstellen. Insidern zufolge sollen etwa Filialen geschlossen werden, und ein weiterer Stellenabbau zeichnet sich ebenfalls ab.

An der persönlichen und fachlichen Eignung Zielkes als BdB-Präsident haben auch seine Gegner keinen Zweifel. Allerdings fürchten sie, dass der Commerzbank-Chef sein Amt als Cheflobbyist der privaten Banken nicht unbelastet ausüben könne. Die Kritiker warnen vor potenziellen Interessenkonflikten.

Während der Finanzkrise rutschte das Frankfurter Geldhaus in eine Schieflage und musste vom Steuerzahler gerettet werden. Der Staat hält auch heute noch immer eine Beteiligung von 15 Prozent an dem Frankfurter Institut.

Zielkes Kritiker fürchten nun, dass der Commerzbank-Chef deshalb die Interessen der privaten Banken gegenüber dem Bundesfinanzministerium und anderen Teilen der Berliner Regierung nicht offensiv genug vertreten könne. Es bestehe die Gefahr, dass Zielke Skrupel habe, seinen größten Aktionär anzugreifen, argumentieren die Skeptiker und plädieren deshalb für einen anderen Kandidaten an der BdB-Spitze.

Mehr: Finanzminister Scholz sieht Negativzinsen für Privatkunden kritisch. Auf dem Banken-Gipfel des Handelsblatts appelliert er an die Klugheit der Bankvorstände.

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