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Hauptversammlung Wirecard-Aktionäre ebnen Weg für Einstieg von Softbank

Trotz einiger Kritik einigen sich die Aktionäre von Wirecard auf die Vorschläge des Management. Die wichtigste Entscheidung fällt fast einstimmig.
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Nach turbulenten Monaten für den Bezahldienstleister trafen sich die Aktionäre zur Hauptversammlung in München. Quelle: dpa
Hauptversammlung von Wirecard

Nach turbulenten Monaten für den Bezahldienstleister trafen sich die Aktionäre zur Hauptversammlung in München.

(Foto: dpa)

MünchenKritik gab es von den Aktionären des Dax-Neulings Wirecard am Dienstag genug. Zumeist aber an den Strukturen, die nach Ansicht vieler Investoren nicht mit dem raschen Aufstieg mitgewachsen sind. Bei der Abstimmung am Ende einigte sich jedoch die überwiegende Mehrzahl auf die Vorschläge des Managements.

Die vier Vorstände um Gründer und Chef Markus Braun wurden allesamt von mehr als 97 Prozent des anwesenden Aktienkapitals entlastet. Ähnlich sah es bei den sechs Aufsichtsräten um den Vorsitzenden Wolf Matthias aus. Hier lag die Zustimmung zwischen 87 und 89 Prozent. Neu ins Gremium der Aufseher gewählt wurde Thomas Eichelmann. Der war vor rund einem Jahrzehnt Finanzvorstand der Deutschen Börse und zog jetzt mit einer Zustimmung von 94,66 Prozent in den Aufsichtsrat ein.

Die wichtigste Entscheidung des Tages erhielt mit 99,25 Prozent sogar fast die volle Zustimmung: Der japanische Technologiekonzern Softbank kann bei Wirecard einsteigen. Dafür wird eine Wandelschuldverschreibung über 900 Millionen Euro ausgegeben, die dem Tech-Riesen einen Anteil von 5,6 Prozent an Wirecard sichert.

Zuvor hatte es an einigen Punkten Kritik gegeben. Aktionärsschützerin Daniela Bergdolt von der DSW verweigerte den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrates die Entlastung. Der Aufsichtsrat hätte schon längst darauf hinwirken müssen, dass die Strukturen dieses Unternehmens seiner Größe und seiner Position im DAX angepasst werden.

Der Vorstand wiederum hätte diese Strukturmaßnahmen von sich aus ergreifen müssen. „Es reicht nicht, dass Sie immer auf Wachstum setzen, wenn dann aber die internen Strukturen nicht der Größe angepasst sind“, so ihr Vorwurf.

Fondsmanager Ingo Speich von Deka verweigerte hingegen Thomas Eichelmann, dem neuen Kandidaten für den Aufsichtsrat, die Zustimmung. „Herr Eichelmann hat keine ausreichende Asienexpertise, keinen Technologiehintergrund und wenig Erfahrung mit schnell wachsenden Unternehmen“, so Speich. Die aktive Zeit bei der Deutschen Börse liege rund ein Jahrzehnt zurück und eine ausgeprägte Aufsichtsratserfahrung vermisse er ebenfalls. Durch die Berufung von Herrn Eichelmann würde eine Chance vertan, den Aufsichtsrat mit den nötigen Kompetenzen weiterzuentwickeln, so sein Vorwurf.

Mehr: Konzernchef Markus Braun gibt bei der Aktionärsversammlung von Wirecard den Visionär. Doch die Anteilseigner kritisieren die Führung mit deutlichen Worten.

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