Hedgefonds-Übernahme Eigene Tochterfirma belastet Gewinn des Schweizer Vermögensverwalter GAM

Ein Zukauf von vor zwei Jahren drückt die Gewinnerwartung der GAM Holding. Der Vermögensverwalter glaubt dennoch an die Tochterfirma.
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Cantab Capital Partners belastet Vermögensverwalter GAM Quelle: dpa
Aktienkurs im freien Fall

Nach der Bekanntgabe sank die Aktie des Vermögensverwalters noch vor dem offiziellen Handelsstart deutlich ab.

(Foto: dpa)

ZürichDie Übernahme des britischen Hedgefonds Cantab Capital Partners vor knapp zwei Jahren lastet auf dem Schweizer Vermögensverwalter GAM Holding. Weil sich die neue Tochter seither schlechter entwickelt hat als gedacht, muss GAM deren Wert in den eigenen Büchern geringer ansetzen, wie das Institut am Freitag mitteilte.

Im ersten Halbjahr erwartet die Firma einen Gewinnrückgang auf 25 Millionen Franken nach einem Plus von knapp 68 Millionen Franken im Vergleichszeitraum des Vorjahres. An der Börse kam der Gewinneinbruch nicht gut an: Die GAM-Aktie sackte vor dem offiziellen Handelsstart um 2,8 Prozent ab.

GAM hatte den Fonds mit einem verwalteten Vermögen von vier Milliarden Dollar für 217 Millionen Dollar in bar übernommen. Weitere Zahlungen sollten in den Jahren ab Ende 2018 fällig werden. Diese reduzierte GAM nun um weitere 30 Millionen Franken.

Große Hoffnung hatte der Vermögensverwalter insbesondere in die computergestützten Systeme der Tochter gesetzt. Allerdings konnte Cantab laut GAM-Chef Alexander S. Friedman nicht so viele neue Gelder anziehen wie erhofft. Dennoch stehe die Firma hinter der Tochter. „Wir sehen GAM Systematic Cantab weiterhin als einen wichtigen Treiber für das zukünftige Wachstum unseres Unternehmens.“ Die endgültigen Halbjahreszahlen will GAM am 31. Juli veröffentlichen.

  • rtr
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