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Helaba-Tochter hält US-Markt für überhitzt Hannover Leasing bietet für Länder-Immobilien

Der Fondsspezialist Hannover Leasing interessiert sich für Immobilienbestände der Bundesländer. Nach dem die Gesellschaft beim Milliardendeal mit hessischen Behördenimmobilien den Kürzeren gezogen habe, werde Hannover Leasing für ein ähnliches Paket der Hansestadt Hamburg bieten, sagte Geschäftsführer Dierk Ernst in Frankfurt.

pk FRANKFURT/M. Ein Sprecher von Finanzsenator Wolfgang Peiner (CDU) sagte auf Anfrage, die Transaktion werde voraussichtlich Anfang 2006 abgeschlossen sein. In mehreren Paketen würden insgesamt 180 Büro- und Gewerbeimmobilien für rund eine Mrd. Euro angeboten. Tobias Just von Deutsche Bank Research geht davon aus, dass noch eine ganze Reihe von Länderimmobilien wegen der leeren kassen verkauft werden.

Die einheimischen Anleger würden die Chancen auf dem deutschen Immobilienmarkt noch immer verkennen, sagte Ernst. Dagegen investierten ausländische Adressen hierzulande Milliarden. Angelsächsische Beteiligungsfonds kaufen seit 2001 Immobilienportfolios in großem Stil auf. Nach Branchenschätzungen investierten Private-Equity-Häusern wie Fortress, Blackstone, Cerberus und Oaktree bis heute 20 Mrd. Euro, allerdings vorrangig in Wohnimmobilien.

Durch die Finanznot der Länder kommen jetzt vermehrt Behördenimmobilien auf den Markt. Hannover Leasing, die zur Hälfte der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) gehört, investiert jährlich über geschlossene Fonds 500 Mill. bis 700 Mill. Euro in den globalen Immobilienmarkt. Den US-Markt hält Ernst aber für deutlich überhitzt; dort werde sich Hannover Leasing von Objekten über 750 Mill. Dollar trennen.

Spürbare Auswirkungen auf das Geschäft von Hannover Leasing dürfte der von der Bundesregierung ins Auge gefasste Wegfall steuerlicher Vorteile für Medienfonds haben. Rund ein Drittel des Geschäftsvolumens entfallen auf die Finanzierung von Filmen. An ihrer Stelle dürften in Zukunft vermehrt Transportsysteme, Großanlagen wie Kraftwerke und Infrastrukturprojekte angeboten werden.

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