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Helmut Schleweis Sparkassen-Präsident erneuert Kritik an Geldpolitik der EZB

In einem Brief hat Helmut Schleweis erneut Kritik an der Geldpolitik des EZB-Chefs geübt. Demnach ändere Draghi Europa und das Leben von Millionen Menschen langfristig zum Schlechten.
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„Seit Jahren werfen Sie immer mehr Geld auf den Markt“, schreibt Schleweis in einem Brief an Draghi. Quelle: dpa
Helmut Schleweis

„Seit Jahren werfen Sie immer mehr Geld auf den Markt“, schreibt Schleweis in einem Brief an Draghi.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die deutschen Sparkassen haben abermals scharfe Kritik an der Geldpolitik von EZB-Chef Mario Draghi geübt. Er habe zwar „viel Respekt vor Ihrer schwierigen Aufgabe, den Euro stabil und Europa zusammenzuhalten“, schrieb der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Helmut Schleweis, am Donnerstag in einem in der „Bild“-Zeitung veröffentlichten offenen Brief an Draghi. „Was Sie aber machen ist falsch. Seit Jahren werfen Sie immer mehr Geld auf den Markt. Sie haben den Zins abgeschafft. Und Sie haben in unvorstellbaren Größenordnungen hoch verschuldeten Staaten Geld geliehen.“

Damit ändere Draghi, so Schleweis, „schrittweise Europa, Deutschland und das Leben von Millionen Menschen – nicht zum Guten, sondern langfristig zum Schlechten.“ Die jahrelange Politik der ultraniedrigen Zinsen stelle die Regeln der Wirtschaft auf den Kopf. „Wer kann, flüchtet mit seinem Geld in Immobilien. Deren Preise und Mieten steigen. Die Altersvorsorge für Millionen Menschen schmilzt wie Schnee in der Sonne. Sozialversicherungen, Pensionskassen und Stiftungen verlieren jeden Tag viel Geld und damit Leistungsfähigkeit.“

Draghi wird den Chefposten bei der Europäischen Zentralbank (EZB) Ende Oktober nach acht Jahren turnusmäßig verlassen. Für September wird eine abermalige Lockerung der Geldpolitik durch die Währungshüter erwartet. Designierte Nachfolgerin des Italieners ist die Französin Christine Lagarde, die bisherige Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF). Ökonomen gehen davon aus, dass sie die Geldpolitik ihres Vorgängers fortsetzen dürfte, der vor allem in Deutschland kritisch gesehen wurde und wird.

Mehr: Die europäische Geldpolitik könnte bereits im September noch expansiver ausfallen. Deutsche Banken und Sparkassen befürchten gravierende Auswirkungen.

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  • rtr
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