Heta und HBI Österreichs Bad Bank muss Ex-Tochter retten

Die frühere Hypo Alpe Adria, heute Heta, muss ihrer früheren italienische Tochter HBI helfen. Rund 300 Millionen Euro sollen an die Bank fließen. Sonst droht die Zwangsabwicklung.
Update: 24.06.2015 - 14:10 Uhr Kommentieren
Heta ist die Abbaugesellschaft der Hypo Alpe Adria. Viele Gläubiger sitzen ihr im Nacken. Quelle: Reuters
Hypo Alpe Adria

Heta ist die Abbaugesellschaft der Hypo Alpe Adria. Viele Gläubiger sitzen ihr im Nacken.

(Foto: Reuters)

Wien/KlagenfurtMit einer Finanzspritze will Österreich die frühere italienische Hypo-Tochter HBI vor der Pleite bewahren. Die HBI erhält nach Informationen der Nachrichtenagentur APA vom Mittwoch 300 Millionen Euro. Ohne das Geld würde die unterkapitalisierte HBI vom italienischen Staat zwangsweise abgewickelt.

Die HBI war einst eine Tochter der staatlichen Krisenbank Hypo Alpe Adria, die ihrerseits in der Abbaubank Heta aufgegangen ist. Heta und der Bund steuern den Betrag bei. Dabei handle es sich um eine alte Verpflichtung aus der Ausgliederung der Bank Mitte 2014, der Betrag sei bereits im Budget vorgesehen, teilte das Finanzministerium am Mittwoch in Wien mit. Grundsätzlich sei der Kapitalbedarf schon länger bekannt, aber erst jetzt sei entschieden worden, das Geld zuzuschießen.

Der Schritt gehört zu den Maßnahmen, mit denen Österreich versucht, das Milliarden-Desaster der maroden Staatsbank Hypo Alpe Adria in den Griff zu bekommen. Die Heta selbst ist laut jüngster Mitteilung mit sieben Milliarden Euro überschuldet. In der Bilanz für 2014 stehen Verbindlichkeiten von 16,6 Milliarden Euro einem Vermögen in Höhe von 9,6 Milliarden Euro gegenüber. Österreich hat das Zahlen der Schulden an die Gläubiger, darunter auch zahlreiche deutsche Banken und Versicherungen, bis Mitte 2016 ausgesetzt. Die Alpenrepublik will mit einem international kritisierten Schritt die Last für die eigenen Steuerzahler in Grenzen halten.t.

Welche deutschen Institute zittern müssen
L-Bank - zweistelliger Millionenbetrag
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Die staatliche Förderbank für das Land Baden-Württemberg soll bei der Heta, dem Nachfolgeinstitut der Hypo Alpe Adria, mit einem zweistelligen Millionenbetrag engagiert sein.

DZ Bank - mittlerer zweistelliger Millionenbetrag
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Auch auf das Zentralinstitut der Genossen könnte durch den Schuldenschnitt ein Millionenverlust zukommen.

DWS Investment - 275 Millionen Euro
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Die Deutsche Asset & Wealth Management Investment gehört zur Deutsche Bank Gruppe und könnte ebenfalls Millionen bei der Hypo Alpe Adria verlieren.

NRW-Bank - 276 Millionen Euro
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Die Förderbank des Landes NRW ist ebenfalls in Österreich engagiert gewesen.

Pimco - 292 Millionen Euro
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Die Allianz-Tochter Pimco ist im sonnigen Kalifornien zuhause. In Österreich droht Pimco nun durch den Schuldenschnitt ein Millionenverlust.

FMS Wertmanagement - 295 Millionen Euro
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Die FMS – die Bad Bank der Hypo Real Estate in München – macht ihrem Namen alle Ehre, und muss um das Geld fürchten, das in der Hypo Alpe Adria steckt.

Düsselhyp - 348 Millionen Euro (Stand: Ende 2013)
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Die Düsseldorfer Hypothekenbank hat noch Altlasten der Hypo Alpe Adria in den Büchern. Für die Bank könnte das sogar zu einer Schieflage führen.

  • dpa
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