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HSH Nordbank Eigentümer erwägen Aufspaltung

Die Spreu vom Weizen trennen: Um sich von Altlasten zu lösen, erwägen die Eigentümer der HSH Nordbank eine Spaltung des Instituts. So können faule Schiffskredite abgebaut werden. Doch noch ist nichts entschieden.
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Die HSH Nordbank ging 2003 aus der Fusion der Hamburgischen Landesbank mit der Landesbank Schleswig-Holstein hervor. Quelle: dpa
Erst Fusion, jetzt Spaltung

Die HSH Nordbank ging 2003 aus der Fusion der Hamburgischen Landesbank mit der Landesbank Schleswig-Holstein hervor.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Eigentümer der HSH Nordbank erwägen einem Insider zufolge die Aufspaltung des Instituts in eine Good Bank und eine Bad Bank. In der externen Bad Bank könnten faule Schiffskredite über die Jahre abgebaut werden, sagte die mit dem Vorgang vertraute Person am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Dadurch solle die von Altlasten befreite Good Bank eine Zukunftsperspektive bekommen. Die Gespräche mit der EU-Kommission, die in die Diskussion mit eingebunden sei, dauerten allerdings noch an, betonte der Insider. „Es sind noch keine Entscheidungen gefallen.“

Die HSH Nordbank gehört mehrheitlich den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein. Die Bank leidet seit Jahren unter der Krise in der Schifffahrt und den hohen Gebühren, die sich für eine Garantie der Länder bezahlen muss. Bank, Länder und die EU-Kommission verhandeln schon seit längerem über Möglichkeiten, wie die Garantiegebühr gesenkt werden kann. Eine Entscheidung wird im Sommer erwartet.

Das „Manager Magazin“ berichtete, Hamburg sei bereit, Eigenkapital in Milliardenhöhe nachzuschießen, um die Bad Bank zu stabilisieren. Im Gegenzug könne man den zehn Milliarden Euro schweren Garantieschirm der Länder „zuklappen“. Die HSH wollte sich dazu nicht äußern. Von den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

  • rtr
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1 Kommentar zu "HSH Nordbank: Eigentümer erwägen Aufspaltung"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Eine gewisse Scheinheiligkeit ist doch nicht von der Hand zu weisen. Es geht doch nicht allein um Dr. Nonnenmacher.

    Eigner bestellten Hilmar Kopper, den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank. Vor diesem Hintergrund könnte es doch nicht anders kommen als dies gekommen ist.

    Wer diese Kritik nicht verstehen sollte, sollte die Medien und die Rolle des Hilmar Kopper in der Deutschen Bank verfolgen.

    Wer ins Spielkasino geht, am Spieltisch setzt, der darf sich doch nicht wirklich wundern, wenn die Kugel anders rollt.

    Sie könnten aber auch den Werdegang von Dr. Nonnenmacher und seiner Förderer verfolgen, um die grobe Fahrlässigkeit der Eigner zu erkennen. Wenn Eigner sich von Personen vertreten lassen, die die Mentalität von Spielern haben, dann nehmen sie Situation wie jetzt billigend in Kauf.

    Meine Aussage:
    Es bringt nichts, das Institut zu teilen, wenn man die Schuldigen nicht zur Rechenschaft zieht!