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HSH Nordbank HSH-Nordbank-Chef Ermisch bereitet Mitarbeiter auf „immensen Kraftakt“ vor

Die anstehende Privatisierung hinterlässt Schleifspuren in der Bilanz der HSH Nordbank. Nach Steuern schreibt sie Verluste.
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Derzeit wendet die HSH 60 Cent auf, um einen Euro Ertrag zu erzielen. Quelle: dpa
HSH Nordbank

Derzeit wendet die HSH 60 Cent auf, um einen Euro Ertrag zu erzielen.

(Foto: dpa)

Berlin Der Vorstandsvorsitzende der HSH Nordbank, Stefan Ermisch, stimmt die Belegschaft weiter auf harte Zeiten ein: „Unsere tiefgreifende Transformation zu einer nachhaltig profitablen Bank wird ein immenser Kraftakt„, sagte er anlässlich der Präsentation der Neun-Monats-Zahlen.

Mit der geplanten Aufnahme der HSH Nordbank in das Einlagensicherungssystem der privaten Banken zum 1.1.2022 hat die Bank eine hohe Hürde auf dem Weg der Privatisierung genommen. Ende November soll das Closing stattfinden, also die finale Privatisierung durch  die Investoren Cerberus, Flowers, Golden Tree und Centaurus Capital. Mit dem Closing beginne für die Bank „eine neue Zeitrechnung“, sagte Ermisch. Die bisherigen Mehrheitseigner waren die Ländern Schleswig-Holstein und Hamburg.

Die Neun-Monats-Zahlen stehen nach Angaben des Managements ganz im Zeichen der Privatisierung. Das Konzernergebnis nach Steuern sank im Vorjahresvergleich von 166 Millionen auf minus 103 Millionen Euro. Das Ergebnis ist geprägt durch die Zweitverlustgarantie, die die Bank mit 188 Millionen Euro belastete. Mit der Privatisierung fallen diese Altlasten weg.

Mit der aktuellen Kernkapitalquote von 16 Prozent ist die Bank bereits im Soll. Anders sieht es mit der Eigenkapitalrendite und der Cost-Income-Ratio (CIR) aus. Die Investoren, aber auch der Einlagensicherungsfonds der privaten Banken, verlangen eine nachhaltige Eigenkapitalrendite von acht Prozent und eine CIR von 40 Prozent.

Derzeit wendet die HSH 60 Cent auf, um einen Euro Ertrag zu erzielen. Am Ziel wähnt sich die Bank aber bereits bei den faulen Krediten. Nach der Privatisierung wird der Anteil ausfallgefährdeter Kredite bei zwei Prozent liegen.

Absehbar ist, dass die Bank, die jetzt auf eine Bilanzsumme von 61 Milliarden kommt, weniger Mitarbeiter beschäftigen wird. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank die Zahl bereits um rund 200 auf 1720. Damit dürfte bei der Bank, die sich bald umbenennen wird, noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht sein.

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