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Hurrikan US-Sturm „Dorian“ könnte Rückversicherer bis zu 40 Milliarden Dollar kosten

Hurrikan „Dorian“ sorgt auf den Bahamas für Verwüstung und nimmt Kurs auf die USA. Vor allem die Swiss Re könnte die finanziellen Folgen spüren.
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Wenn der Sturm über Florida hinwegziehen sollte, könnte die Summe der versicherten Schäden weiter steigen. Quelle: Bloomberg
Vorbereitungen auf den Hurrikan

Wenn der Sturm über Florida hinwegziehen sollte, könnte die Summe der versicherten Schäden weiter steigen.

(Foto: Bloomberg)

Frankfurt Zerstörte Häuser und Überschwemmungen: Der Rekordsturm „Dorian“ hat mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 295 Kilometer pro Stunde die Bahamainseln erreicht und hinterlässt dort eine Schneise der Verwüstung. Experten des US-Hurrikanzentrums in Miami warnten, dass „katastrophale Zerstörungen“ zu befürchten seien. Nicht nur für viele Bewohner der Inseln ist dies eine schlechte Nachricht.

Auch viele große Rückversicherer blicken mit wachsender Sorge auf die Satellitenbilder, denn der „Monstersturm“, wie US-Präsident Donald Trump „Dorian“ bereits bezeichnete, droht auch seine Spuren in den Schadensbilanzen der Versicherer zu hinterlassen.

Wenn der Sturm noch Kurs auf die USA nimmt und über Florida hinwegzieht, könnte sich die Summe der versicherten Schäden durch „Dorian“ laut Schätzungen von Analysten insgesamt auf eine Höhe von bis zu 40 Milliarden Dollar summieren. Noch sei es jedoch sehr schwer, den weiteren Kurs abzuschätzen.

Doch schon die Verwüstungen auf den Bahamas würden sich auf die Bilanzen der Versicherunger auswirken, da die Rückversicherer einen Teil der Schäden begleichen müssten, die bei regionalen Assekuranzen entstehen würden.

„Es ist noch zu viel früh, um bereits eine Schadensabschätzung vorzunehmen“, betonte der weltgrößte Rückversicherer Munich Re. Doch erste Analysten üben sich in deutlich weniger Zurückhaltung.

Die Schweizer Großbank UBS untersuchte in einer Studie bereits die möglichen Folgen des Sturms und kommt zu dem Ergebnis, dass der Munich-Re-Rivale Swiss Re von den vier großen Rückversicherern, zu denen auch Hannover Rück und die französische Scor zählen, finanziell am stärksten betroffen wäre. Ohnehin seien die Aktien der Schweizer wegen der jüngst gestiegenen Katastrophenschäden in den USA im Sektor derzeit am wenigsten zu empfehlen, hieß es in der Studie der Bank.

Selektiv vorgehen

Aber auch bei den Aktien der Munich Re raten die UBS-Analysten zur Vorsicht. Anleger sollten in der Branche weiter sehr selektiv vorgehen, empfehlen die Experten. Die Hoffnung, dass Dorian die Küste von Florida jedoch wesentlich weniger hart treffen wird als befürchtet, ließ die Papiere des Dax-Konzerns und der Schweizer Swiss Re am Montag zunächst leicht steigen.

Im ersten Halbjahr war die Branche von verheerenden Naturkatastrophen weitgehend verschont geblieben. Die globale Bilanz von Januar bis Ende Juni lag mit einem volkswirtschaftlichen Gesamtschaden von 42 Milliarden Dollar deutlich unter dem langjährigen Mittel. Der langjährige Durchschnittswert ist mehr als doppelt so hoch: 92 Milliarden Dollar.

Die Rückversicherer dokumentieren seit mehreren Jahrzehnten die Naturkatastrophen rund um den Globus, da die Höhe der Schäden für die Versicherungsbranche von großer Bedeutung ist.

Es ist dabei typisch, dass die Schäden in der ersten Jahreshälfte geringer ausfallen, da die schweren tropischen Stürme wetterbedingt erst in der zweiten Jahreshälfte auftreten. So dient das erste Halbjahr in der Branche generell dazu, sich ein finanzielles Polster anzulegen, ehe dann im Herbst Wirbelstürme und Großfeuer häufig das Ergebnis belasten.

Mehr: Munich Re überraschte mit einem Milliardengewinn im zweiten Quartal. Experten sind noch zurückhaltend, denn es drohen Kosten für Wirbelstürme und Waldbrände.

Hurrikan „Dorian“ fegt mit über 300 km/h über die Bahamas hinweg

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