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HVB-Aktien gegen Unicredito-Papiere eingetauscht Münchener Rück macht Ankündigung wahr

Die Münchener Rück hat ihre Beteiligung an der Hypo-Vereinsbank wie angekündigt an Unicredito übertragen. Der weltgrößte Rückversicherer hat dabei nach Analystenschätzungen einen enormen Gewinn erzielt.

HB MÜNCHEN. „Unsere Aktien sind in der veröffentlichten Umtauschquote mit enthalten“, sagte ein Sprecher des Rückversicherers am Montag in München. Die Münchener Rück war mit gut 18 Prozent größter Anteilseigner der HVB, die von Unicredito in der bislang größten grenzüberschreitenden Bankenfusion in Europa übernommen wird. Wie hoch der Buchgewinn aus dem Aktientausch für die Münchener Rück ist, sagte der Sprecher nicht. Bis Freitagabend hatte sich Unicredito knapp 75 Prozent der HVB-Aktien gesichert.

Durch den Aktientausch wird die Münchener Rück mit gut 6 Prozent der Anteile zu einem der größten Aktionäre an der italienischen Großbank, die durch die Übernahme in die Liste der zehn größten europäischen Banken aufrückt. Unklar ist, wie lange der Rückversicherer an der neuen Großbank beteiligt bleiben wird.

Die Münchener Rück hatte zuletzt ihre Beteiligungen im Finanzsektor zur Verminderung der Risiken stetig abgebaut. Durch die Beteiligung an Unicredito sieht der Rückversicherer jedoch bereits eine breitere Risikostreuung erreicht, da es nicht mehr eine Beteiligung an einer deutschen, sondern an einer internationalen Bank sei. Dadurch könnte sich der Druck auf eine rasche Verringerung der Beteiligung mindern.

Den Buchgewinn aus dem Aktientausch für die Münchener Rück hatten Analysten zuletzt auf etwa sechs Euro je Aktie geschätzt, was insgesamt rund 800 Millionen Euro entsprechen würde. Der Rückversicherer hat das Erreichen seines Gewinnziels für dieses Jahr von dem Vollzug der HVB-Übernahme und dem daraus erwarteten Buchgewinn abhängig gemacht, nachdem der Konzern erhebliche Schadenlasten aus der ungewöhnlichen Serie von Hurrikanen in Nordamerika verbuchen musste.

Die Münchener Rück hat sich für 2006 eine Kapitalrendite von 12 Prozent zum Ziel gesetzt, was gemessen an früheren Bilanzzahlen einem Nettogewinn von etwa 2,6 Milliarden Euro nach rund 1,9 Milliarden Euro im vergangenen Jahr entsprechen würde. Die Schadenlast aus den verheerenden Hurrikanen „Katrina“ und „Rita“ hatte die Münchener Rück zuletzt auf möglicherweise 650 Millionen Euro nach Steuern beziffert.

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