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Hypo Alpe Adria EU erlaubt neue Milliardenhilfe für Krisenbank

Aus „Gründen der Finanzmarktstabilität“ bekommt die österreichische Krisenbank Hypo Group Alpe Adria Hilfen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro. Dafür muss ein Plan für Verkauf und Abwicklung in zwei Monaten vorliegen.
Update: 05.12.2012 - 16:22 Uhr Kommentieren
Die HGAA mit Stammsitz in Klagenfurt in Kärnten hatte in der Vergangenheit schon mehrfach staatliche Hilfen in Höhe von mehreren hundert Millionen oder sogar über eine Milliarde Euro erhalten. Quelle: Reuters

Die HGAA mit Stammsitz in Klagenfurt in Kärnten hatte in der Vergangenheit schon mehrfach staatliche Hilfen in Höhe von mehreren hundert Millionen oder sogar über eine Milliarde Euro erhalten.

(Foto: Reuters)

Die EU hat grünes Licht für weitere Staatshilfen für die angeschlagene Hypo Alpe Adria (HGAA) gegeben. Damit ist der Weg frei für die geplante Kapitalspritze über 500 Millionen und die milliardenschwere staatsgarantierte Anleihe, für die Hypo derzeit bei Investoren wirbt. Im Gegenzug müsse Österreich allerdings dringend einen vernünftigen Plan für den Verkauf des operativen Geschäfts der Hypo und den Abbau der nicht lebensfähigen Restaktivitäten vorlegen, forderten die Wettbewerbshüter am Mittwoch.

Österreich hatte die Hypo 2009 in einer Notaktion übernommen, um einen Kollaps der ehemaligen BayernLB -Tochter zu vermeiden. Seither versucht die Bank unter neuer Führung ihr operatives Geschäft zu verkaufen - bislang allerdings mit wenig Erfolg. Nun muss die Bank ihren Sanierungsplan nach Vorgabe der Regulierer in Brüssel innerhalb der kommenden beiden Monate überarbeiten.

Die Staatsbank kündigte an, die angeforderten Unterlagen fristgerecht einreichen. Die vorläufige Genehmigung der Wettbewerbshüter sei ein wichtiger Schritt, um die Anleihe zu platzieren. Sie hat ein Volumen von bis zu eine Milliarde Euro und eine Laufzeit von zehn Jahren. Bislang sei die Nachfrage nach dem Papier gut, ergänzte ein Sprecher.

Hintergrund für die neuerlichen Staatshilfen für das angeschlagene Institut sind höhere Eigenkapitalvorgaben der österreichischen Bankenaufseher. Durch die wiederholten Kapitalspritzen für kriselnde Staatsbanken wird es für Österreich schwieriger, sein Haushaltsdefizit wie geplant zu senken.

 


  • rtr
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