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IBAN wird Pflicht So kämpfen Sie gegen das IBAN-System

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Effiziente Boykottstrategien gegen IBAN

Erklärvideo: Was ist SEPA eigentlich?

Für diejenigen, die sich trotz Zuspruch, Unterstützung und jedweder Hilfeleistungen nicht mit der endgültigen Umstellung abfinden wollen, gibt es verschiedene Vermeidungsstrategien, von denen sich zumindest einige in der Finanzbranche zuletzt etablieren konnten.

Konsequente Barzahlung

Warum überhaupt mit dem Trend gehen? Warum einfach, wenn es auch schwer geht? Jegliche Rechnungen können schließlich auch konsequent bar bezahlt werden. Kostet zwar jede Menge Nerven, lässt die IBAN jedoch alt aussehen. Als erste Amtshandlung für den Februar sollte man einen Termin für ein persönliches Gespräch beim Chef vereinbaren: Das Comeback der Lohntüte ist nahe!

SmartÜberweisung

„Eintippen war gestern. Überlassen Sie das einfach der SmartÜberweisung“, rät die Deutsche Bank in ihren Tutorial auf dem Videoportal YouTube. Das Prinzip bietet das Kreditinstitut schon seit einiger Zeit an: Eine Rechnung im pdf-Format kann per Drag and Drop in ein dafür vorgesehenes Zwischenfeld in einer Überweisungsvorlage gelegt werden. Die für den Überweisungsvorgang relevanten Empfängerdaten werden automatisch herausgefiltert und in der Überweisungsmaske platziert. Nach der mit dem bekannten Photo-TAN-Verfahren erfolgten Autorisierung wandert der gewünschte Betrag zum Empfänger. Ähnliches gilt für Überweisungen im Textformat. Hier muss der Kunde den gesamten Text kopieren und in das dafür vorgesehene Feld in der Überweisungsmaske einfügen. Das Programm filtert erneut alle relevanten Daten heraus – autorisieren, bestätigen, fertig.

GiroCode

Bei der Sparkasse hat man vollstes Verständnis für menschliches Versagen. „Bisher mussten Sie die Zahlungsdaten aufwendig und sorgfältig per Hand übertragen. Kleine Fehler oder Zahlendreher passieren da schnell“, beschreibt die Sparkasse in ihrem Tutorial-Video. Mit dem GiroCode-Verfahren geht es tatsächlich schneller und weniger kompliziert: Auf der zu begleichenden Rechnung muss sich ein QR-Code befinden, auf dem alle notwendigen Kennzahlen für die Überweisung hinterlegt sind. In der Sparkassen-App für Handy oder Tablet findet sich ein Scanner, der diesen aufgedruckten Code einliest und die Überweisung vorbereitet. Per TAN muss diese in der Folge noch freigegeben werden.

Fotoüberweisung

Ähnliches Prinzip, ähnlicher Effekt. Bei der Fotoüberweisung, die zum Beispiel bei der comdirect angeboten wird, muss die Rechnung lediglich mit dem Smartphone oder dem Tablet fotografiert werden. Das Programm überträgt die Daten auch hier in eine Überweisungsmaske, die anschließend per TAN freigegeben werden muss.

Nach Norwegen auswandern

Es hilft ja alles nichts: Wenn man auch für diese modernen Überweisungstechniken nichts übrig hat, dann muss man die Koffer packen und Kompromisse eingehen. Auf geht’s nach Norwegen! Schließlich ist eine 15-stellige IBAN besser als eine 22-stellige.

In diesem Sinne: Macht es gut, Kontonummer und Bankleitzahl!

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6 Kommentare zu "IBAN wird Pflicht: So kämpfen Sie gegen das IBAN-System"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • VIele Kritiker und Spotter übersehen bei der IBAN einen wichtigen Punkt: Die Prüfziffern am Anfang der IBAN sind ein wertvolles Sicherheitsmerkmal.

    Wer bislang bei einer Kontonummer einen Zahlendreher auf dem Beleg oder ins Eingabefeld eintrug oder einfach unleserlich schrieb, musste möglicherweise anschließend den Betrag aufwendig vom falschen Empfänger zurück holen. Die IBAN-Prüfziffern hinter dem Länderkennzeichen hingegen lassen einen Fehler im Kontonummern- oder BLZ-Teil der IBAN sofort erkennen, sodass die Zahlung gar nicht erst ausgelöst wird und man sich viel Ärger erspart.

  • @ Pia Paff

    "In der Tagespraxis ist die Handhabung über IBAN einfacher u. schneller!! "


    Eindeutig: Jein ( -> ;-) )

    Für Auslandsüberweisungen - mit evtl. unbekannter Kontonummer- Bankleitzahlsystematik - ist SEPA auf jeden fall besser und einfacher.

    Für Inlandsüberweisungen ist SEPA, obwohl nur die IBAN vonnöten ist, ist das Kantonummer/Bankleitzahl-System auf jeden Fall schneller und besser.

    Da ich nur sehr selten ins Ausland überweise, ist für mich SEPA eine absolute Erschwernis

  • der heutige Stand der Dinge: 85 % der Software ist purer Schrott, 10 % kann man gebrauchen, 5 % ist genial.
    Mit einem 11-stelligen Kontocode könnte man jedem Erdenbewohner 1.000 Konten zweifelfrei zuordnen. (bei SEPA geht es aber nur um Europa). Für internationale Zahlungen braucht es dann noch den BIC. Wer immer den 22-stelligen IBAN verbrochen hat, ist genau die gleiche "0" wie sie überreichlich im IBAN vorkommen. Eine unglaubliche Fehlleistung, die einfach fassungslos macht!!!
    [...]

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Die Systematik des IBAN-Systems ist problemlos. Abgesehen von der den ersten vier Stellen, die sich aus DE und zwei festgelegten Ziffern ergeben, bleibt alles beim alten: der BLZ und der Kontonummer. Geht nach ein paar Überweisungsfällen in Routine über.

  • Man gewöhnt sich an alles.

    „Warum überhaupt mit dem Trend gehen? Warum einfach, wenn es auch schwer geht? Jegliche Rechnungen können schließlich auch konsequent bar bezahlt werden.“: Wirklich? Was sagt denn das Finanzamt dazu? Und die Sozialversicherungsbehörden?

    Das allererste Geld in der Lehre hab‘ ich übrigens tatsächlich in einer Brötchentüte erhalten (dreihundertsippzich Mark; hab‘ Konditor gelernt, aber Chef war großzügig und zahlte Bäckertarif…). Dazu die Aufforderung, mir ein Girokonto zuzulegen.

  • Habe vor einem Jahr über IBAN geschimpf. Muss mich korrigieren. In der Tagespraxis ist die Handhabung über IBAN einfacher u. schneller!! Ich finds positiv.