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Im Brennpunkt der Auseinandersetzung steht die von der UBS vor fast 40 Jahren übernommene Firma Interhandel Milliarden-Klage gegen UBS wegen IG Farben

Aktionäre des einstigen Chemiekonglomerats der Nationalsozialisten sind der Ansicht, dass sich eine Vorgängergesellschaft des Schweizer Finanzinstituts UBS Vermögenswerte des Unternehmens unrechtmäßig unter den Nagel gerissen hat. Jetzt klagen sie in New York vertreten von US-Anwalt Edward Fagan auf Entschädigung in Höhe von rund 35 Mrd. Dollar.

HB FRANKFURT. Im Kern geht es um Vermögenswerte der früheren IG Farben, die nach dem Zweiten Weltkrieg letztendlich bei einer Vorgängergesellschaft der heutigen UBS gelandet seien. Fagan habe die Klage im Auftrag von IG-Farben-Aktionären und einer Stiftung gestellt, die überlebende Zwangsarbeiter der IG-Farben-Fabriken aus der Kriegszeit entschädigen wollen, sagte der für spektakuläre, medienwirksame Prozesse bekannte Rechtsanwalt am Donnerstag. Ein Sprecher der UBS bekräftigte auf Anfrage die Position der Bank, dass eine solche Klage jeder Grundlage entbehre. „Es gibt keine Grundlage für irgendwelche Forderungen an die UBS“, sagte er auf Anfrage.

Die Klage gegen die UBS sei am Mittwochabend bei einem Bezirksgericht in New York eingereicht worden, teilte Fagan mit. „Sie wurde letzte Nacht abgegeben und das offizielle Datum der Klageeinreichung wird heute sein“, sagte er in Frankfurt. Die IG Farben war nach dem Krieg von den Alliierten zerschlagen worden und befindet sich seit 1952 in Abwicklung. Das zentrale Industriekonglomerat der Nationalsozialisten beschäftigte Zehntausende Zwangsarbeiter und stellte unter anderem das in Konzentrationslagern benutzte Giftgas Zyklon B her.

Aus dem Konzern, der nicht Mitglied der umfassenden Entschädigungsstiftung für Zwangsarbeiter der deutschen Wirtschaft ist, entstanden nach dem Krieg die Chemieriesen Bayer, Hoechst und BASF. Die IG Farben hatte unlängst wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenzantrag gestellt. Die Aktien werden nur noch auf dem Parkett gehandelt.

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