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Immobiliendeal Aareal kauft WestImmo

Die WestLB-Bad-Bank Erste Abwicklungsanstalt trennt sich von WestImmo. Käufer ist die Immobilienbank Aaeral, die damit weiter wächst. Bisher hatte das Insitut noch zu hohe Kosten bei der Übernahme befürchtet.
Update: 22.02.2015 - 15:03 Uhr Kommentieren
Die Aareal Bank Group setzt ihren ungebremsten Wachstumskurs fort. Quelle: PR
Wachstum in Wiesbaden

Die Aareal Bank Group setzt ihren ungebremsten Wachstumskurs fort.

(Foto: PR)

Berlin Ein gutes Jahr nach der letzten Übernahme setzt die Immobilienbank Aareal ihre Einkaufstour fort. Das Institut übernimmt für 350 Millionen Euro in Bar die kleinere Konkurrentin WestImmo, die zuletzt in der WestLB-Bad-Bank Erste Abwicklungsanstalt lagerte. Beide Seiten gaben die Transaktion am Sonntag bekannt und bestätigten damit Reuters-Informationen aus Finanzkreisen. Der Zukauf soll noch im ersten Halbjahr dieses Jahres unter Dach und Fach gebracht werden.

Aareal-Chef Wolf Schumacher hatte sich die WestImmo - wie etliche Finanzinvestoren - in den vergangenen Jahren immer wieder angeschaut, aber lange Zeit aus Kostengründen gezögert. Nun schlug er zu, der Vertrag wurde am Wochenende nach einem monatelangen Verhandlungspoker unterschrieben. Damit kann Schumacher den Deal wie erhofft auf der Bilanzpressekonferenz am Mittwoch präsentieren. Aus der Transaktion rechnet der Vorstand mit einem Zugangsgewinn von rund 150 Millionen Euro und auch darüber hinaus soll die WestImmo positiv zum Konzernbetriebsergebnis beitragen.

Der EAA ist es über die Zeit gelungen, die WestImmo zu verschlanken und zu einer profitablen Pfandbriefbank umzubauen. Im Kreditportfolio gibt es allerdings große Überschneidungen mit der neuen Eigentümerin, womit die Zukunft der rund 280 WestImmo-Mitarbeiter ungewiss ist: Beide Institute bieten gewerbliche Immobilienfinanzierungen in Europa und Nordamerika an, die Aareal hat zusätzlich Asien im Portfolio.

Auch mit ihrem Hauptsitz liegen beide Banken nahe beieinander: Aareal sitzt in Wiesbaden, die WestImmo in Mainz. Sie kam zuletzt noch auf eine Bilanzsumme von knapp zwölf Milliarden Euro. Wegen der EU-Auflagen durfte sie kein Neugeschäft mehr machen, obwohl die Märkte wegen der Zinsflaute boomen: Investoren drängen mit Macht in renditeträchtige Immobilieninvestments und brauchen dafür Banken als Geldgeber. Inzwischen sind aber schon wieder so viele Anbieter unterwegs, dass die Margen unter Druck kommen.

Wo Immobilien am erschwinglichsten sind
Jetzt zuschlagen?
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Wer Wohneigentum zum Eigengebrauch kaufen möchte, sollte es jetzt tun, rät der IVD Bundesverband. Der Interessenverband, der Immobilienmakler, -berater und -verwalter vertritt, hat einen „Erschwinglichkeitsindex“ errechnet. Dieser ist auf einem neuen Rekordhoch und zeigt damit an: Man sollte jetzt kaufen.

(Foto: dpa)
3 Faktoren entscheidend
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Der „Erschwinglichkeitsindex“ setzt sich aus drei Faktoren zusammen: dem Einkommen, den Zinsen für Baukredite und den Häuserpreisen. Die Einkommen sind im Schnitt gestiegen und die Baugeldzinsen könnten kaum noch tiefer fallen. Das führt dazu, dass ein Immobilienkauf einen Haushalt so wenig wie noch nie belastet. Allerdings hängt dies stark von der Stadt ab...

(Foto: dpa)
Platz 1 in den Großstädten
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In den Großstädten sind Immobilien grundsätzlich weniger erschwinglich als in den mittelgroßen Städten. Unter den Großstädten ist der Osten Berlins am erschwinglichsten. „Ein durchschnittlicher Haushalt muss im Ostteil der Hauptstadt rund 18 Prozent seines Einkommens zur Finanzierung der eigenen vier Wände ausgeben“, Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des Immobilienverbands IVD. Der Index-Wert beträgt hier 139,45 – je höher der Wert, desto erschwinglicher sind die Immobilien der Stadt.

Quelle: IVD Bundesverband

(Foto: dpa)
Westberlin teurer
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Der Westen Berlins ist da schon teurer: Hier beträgt der Index-Wert 105,98 (Vorjahr 94,68) und belastet einen Haushalt damit mehr als in Ostberlin.

(Foto: dpa)
Platz zwei unter den Großstädten
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Die deutsche Großstadt, in der Wohnungseigentum fast so erschwinglich ist wie in Ostberlin, ist Dresden mit einem Wert von 135,18. Vor einem Jahr war der Index-Wert noch niedriger und betrug 123,13 – vor einem Jahr drückte ein Immobilienkauf in der sächsischen Hauptstadt damit stärker aufs Portemonnaie.

(Foto: ZB)
Platz drei und vier unter den Großstädten
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Auf dem dritten Platz der Erschwinglichkeitsskala steht Leipzig (Bild) mit einem Wert von 132,59. Dahinter kommt Hannover mit einem Index-Wert von 130,18.

(Foto: dpa)
Überraschender fünfter Platz
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Auf Platz fünf der erschwinglichsten deutschen Großstädte liegt Hamburg. Das mag angesichts der hohen Immobilienpreise überraschend sein. Allerdings ergibt sich der günstige Index-Wert von 124,77 Punkten wegen des hohen verfügbaren Einkommens in Hamburg, betont der IVD-Vize Schick.

(Foto: dpa)
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