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Immobilienfinanzierer Aareal Bank Niedrigere Margen sorgen für Trübsal

Der harte Wettbewerb an den Immobilienmärkten sorgt dafür, dass die Gewinnspanne der Aareal Bank gesunken ist – nur in den USA sind die Margen höher.
Update: 14.08.2018 - 18:05 Uhr Kommentieren
Risiken aus der Türkeikrise drohen dem Institut eigenen Angaben zufolge nicht. Quelle: PR
Zentrale der Aareal Bank in Wiesbaden

Risiken aus der Türkeikrise drohen dem Institut eigenen Angaben zufolge nicht.

(Foto: PR)

FrankfurtDer Wiesbadener Immobilienfinanzierer Aareal Bank zählt zu den Aktiengesellschaften, die ihre Investoren so gut wie nie negativ überraschen. Die Ergebnisse bewegen sich fast immer in den vom Vorstand avisierten Bandbreiten. Umso größer war die Überraschung am Dienstag, als das Institut die Zahlen für das zweite Quartal vorlegte: Denn die Gewinnspanne ist auf 1,7 Prozent gesunken. Um Währungseffekte bereinigt, liegt die Marge noch immer am unteren Ende des Zielkorridors von 1,9 bis 2,0 Prozent. Doch im ersten Quartal waren es noch 2,5 Prozent.

Der Druck auf die Gewinnspanne ist dem harten Wettbewerb in vielen Immobilienmärkten geschuldet. Nur in den USA sind die Margen höher. Im ersten Quartal hatte sich die Bank dem Preiskampf noch entziehen können, weil sie zwei Drittel der Neukredite in den USA vergab. Doch nun sank der US-Anteil am Neugeschäft auf 46 Prozent.

Dass die Aareal Bank trotz allem an ihrer Jahresprognose festhielt, die einen operativen Gewinn zwischen 260 bis 300 Millionen Euro vorsieht, stimmte die Investoren nicht gnädig. Der Aktie verlor am Dienstag mehr als fünf Prozent. Christian Koch, Analyst der DZ Bank, nannte das Quartalsergebnis „solide“ und hält die Jahresprognose für erreichbar. „Aber die niedrigere Marge ist ein wenig enttäuschend“, schreibt er in einer Kurzanalyse.

Rein geschäftlich bewegte sich das Quartalsergebnis recht genau im Rahmen der Analystenschätzungen: Das operative Ergebnis lag mit 62 Millionen Euro nur minimal unter der Konsensschätzung von 63,3 Millionen Euro. Der Konzernüberschuss, der den Aareal-Aktionären zuzurechnen ist, traf mit 37 Millionen Euro die Erwartungen genau. Im Vorjahr hatte die Aareal Bank dank einiger Sondereffekte mit 62 Millionen Euro aber noch mehr verdient.

Vor allem das Immobiliengeschäft entwickelt sich planmäßig. Dank neuer Kredite ist der Zinsüberschuss recht hoch geblieben. Risiken aus der Türkeikrise drohen nicht – das Türkeiportfolio wurde längst auf 110 Millionen Euro eingedampft. „Das noch verbliebene Portfolio bereitet uns keine größeren Kopfschmerzen“, sagte Vorstandschef Hermann Josef Merkens. Weniger rund lief es im Dienstleistungsgeschäft, weil sich Projekte verzögerten. Das Ertragsziel von 40 Millionen Euro hat die Bank daher auf 37 bis 38 Millionen Euro gestutzt.

Einen Extragewinn könnte die Aareal Bank einstreichen, wenn sie die kleine Düsseldorfer Hypothekenbank günstig bekäme. Dem Institut wird ein Interesse an der in Abwicklung befindlichen Düsselhyp nachgesagt, es wollte entsprechende Spekulationen aber nicht kommentieren.

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