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Immobilienfinanzierer Hedgefonds drängt Aareal Bank zu Prüfung von Verkauf der Software-Tochter

Der Investor Teleios fordert den Immobilienfinanzierer zur Veräußerung von Aareon auf. Aareal-Chef Merkens will allerdings maximal 30 Prozent abstoßen.
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Die Bank betont, die Software-Tochter bleibe ein wichtiger Bestandteil der Aareal Bank. Quelle: PR
Aareal Bank

Die Bank betont, die Software-Tochter bleibe ein wichtiger Bestandteil der Aareal Bank.

(Foto: PR)

München Der aktivistische Investor Teleios drängt den Immobilienfinanzierer Aareal Bank zu der Trennung von seiner Software-Tochter Aareon. Der Hedgefonds Teleios Capital Partners forderte in einem an diesem Freitag veröffentlichten Brief an Aareal-Chef Hermann Merkens, er solle mit Hilfe einer Investmentbank einen Komplett-Verkauf oder eine Abspaltung (Spin-off) von Aareon prüfen.

Die im schweizerischen Steuerparadies Zug ansässige Teleios hält eigenen Angaben zufolge 3,4 Prozent an dem Wiesbadener Institut. Die Aussicht trieb die Aareal-Aktie am Freitag um fünf Prozent auf 27,80 Euro. Ein Bank-Sprecher sagte: „Es ist grundsätzliche Verpflichtung des Managements, fortlaufend wertschaffende strategische Optionen im Interesse aller Stakeholder zu prüfen.“

Merkens habe bei einem Treffen nur die Bereitschaft erkennen lassen, sich von maximal 30 Prozent an Aareon zu trennen und einen strategischen Minderheitsaktionär an Bord zu nehmen, hieß es in dem Reuters vorliegenden Brief. Der Vorstand prüfe derzeit die Optionen. Doch das wäre sowohl für die Tochter als auch für die Aareal-Aktionäre „suboptimal“, glaubt Teleios.

Die Pläne für einen Teilverkauf von Aareon waren Ende Juli durchgesickert. Finanzvorstand Marc Heß hatte aber betont, Aareon sei und bleibe ein integraler Bestandteil der Aareal Bank.

Mit der Software von Aareon können große Wohnungsvermieter die Verwaltung ihrer Immobilien und der Mietzahlungen abwickeln. Zugleich bietet Aareon ihren Kunden an, Mieten und Kautionen auf Konten zu parken – für die Muttergesellschaft sind die 10,7 Milliarden Euro, die dort liegen, eine günstige Art, sich zu refinanzieren. Teleios zufolge hat die Aareal Bank mit diesem Geschäft in fünf Jahren aber 274 Millionen Euro Verlust erwirtschaftet.

Aareon allein wäre nach Schätzungen von Teleios mindestens 700 Millionen bis eine Milliarde Euro wert. Die gesamte Aareal Bank wird an der Börse mit 1,6 Milliarden bewertet. Das Software-Unternehmen könne sich unter einem anderen Eigentümer als einem „konservativen und stagnierenden Gewerbeimmobilien-Finanzierer“ besser entfalten, schreibt Teleios-Mitgründer Adam Epstein. „Von den Kunden sehr geschätzt, wird Aareon von den Aktionären schwer verstanden, wenn nicht ignoriert.“

Die 2013 gegründete Teleios ist mit 20 Prozent auch größter Aktionär beim Netzwerk-Spezialisten Adva Optical. In der Schweiz war der Fonds zeitweise am Modefilialisten Charles Vögele beteiligt.

Mehr: Gemessen an den ungünstigen Rahmenbedingungen schlagen sich deutschen Immobilienbanken noch gut. Ihre Entwicklung zeigt, woran es Universalbanken fehlt.

  • rtr
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