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Industriegeschäft Allianz krempelt den Konzern abermals um

Die Allianz feilt an der idealen Konzernstruktur. Nun sollen die Großkunden in einer eigenen Gesellschaft betreut werden. Der Schritt kommt kurz nachdem sich Wettbewerber Talanx verstärkt hat.
So sollte die Allianz-Struktur eigentlich aussehen. Nun bekommt sie einen neuen Pfeiler mit dem Industriekunden-Geschäft. Foto: dpa

So sollte die Allianz-Struktur eigentlich aussehen. Nun bekommt sie einen neuen Pfeiler mit dem Industriekunden-Geschäft. Foto: dpa

HB MÜNCHEN. Im kommenden Jahr solle das deutsche Industriegeschäft der Allianz Versicherungs-AG mit den Aktivitäten der Marine- und Flugversicherung in einer rechtlich eigenständigen Gesellschaft zusammengefasst werden, teilte die Allianz am Donnerstagabend in München mit. Die Maßnahme ist Teil des tief greifenden Konzernumbaus, bei dem die Allianz unter anderem die deutsche Lebens-, Kranken- und Sachversicherung unter dem Dach einer Deutschland Holding bündeln will. Da diese Deutschland Holding stark auf Privat- und Gewerbekunden fokussiert sei, wolle man mit der Ausgliederung des Industriegeschäfts den Großkunden einen neuen „Heimathafen“ geben, sagte ein Allianz-Sprecher.

Die Industrieversicherung umfasst in Deutschland das Geschäft mit Unternehmen, die einen Jahresumsatz von mehr als 500 Mill. Euro haben. Weltweit hat die Allianz in dieser Sparte über 4000 Kunden; das Prämienvolumen beläuft sich auf rund 2,6 Mrd. Euro.



Doch es erwächst ein starker Gegner: Erst kürzlich hatte Deutschlands drittgrößter Versicherer Talanx die Übernahme der operativen Versicherungsgesellschaften des traditionsreichen Gerling-Konzerns angekündigt. Durch den geplanten Zusammenschluss, der das Ende des Kölner Versicherers bedeuten würde, bekommt die Allianz in der Industrieversicherung einen Konkurrent mit einem Prämienvolumen in ähnlicher Größenordnung.

Die neue Gesellschaft bleibe integraler Bestandteil der Allianz und werde auch künftig mit dem großvolumigen Industriegeschäft eines der Kerngeschäftsfelder der Allianz abdecken, hieß es. „Alle Industrieverträge der Allianz Versicherungs-AG werden im Laufe des Jahres 2006 vollständig in diese Gesellschaft übertragen.“ Bis zum Abschluss dieser Maßnahmen soll die Allianz Versicherungs-AG weiter als Risikoträger fungieren.

Die Neuordnung soll keinen Stellenabbau nach sich ziehen und auch keine Auswirkungen auf die Policen haben, hieß es. „Alle Mitarbeiter werden von der neuen Gesellschaft übernommen.“ Etwaige Einspareffekte stünden bei dem Schritt, dem die zuständigen Gremien und Aufsichtsbehörden noch zustimmen müssen, nicht im Vordergrund, sagte der Sprecher.

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