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Inflationsziele Ratsmitglied Rehn sorgt sich um Glaubwürdigkeit der EZB

Der finnische Notenbankpräsident kritisiert die EZB für die Verfehlung des Inflationsziels. Dies erfordere aber weiter eine extrem lockere Geldpolitik.
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Der Finne betrachtet die aktuelle Wachstumsabschwächung nicht mehr nur als kurze Konjunkturdelle. Quelle: Reuters
Olli Rehn

Der Finne betrachtet die aktuelle Wachstumsabschwächung nicht mehr nur als kurze Konjunkturdelle.

(Foto: Reuters)

Frankfurt EZB-Ratsmitglied Olli Rehn sorgt sich angesichts des seit langem verfehlten Inflationsziels um die Glaubwürdigkeit der Euro-Notenbank. „Ich denke, wir können nicht abstreiten, dass es bei den Marktteilnehmern und der Öffentlichkeit Zweifel an der Fähigkeit der Zentralbank gibt, das Preisstabilitätsziel zu erreichen“, sagte Finnlands-Notenbank-Chef in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit der „Börsen-Zeitung.“

Deshalb sei es jetzt besonders wichtig, in der Politikgestaltung und in der Kommunikation sehr klar zu sein. „Wir müssen unsere Entschlossenheit und Fähigkeit unterstreichen, geldpolitische Maßnahmen zu ergreifen, die helfen, unser Preisstabilitätsziel zu erreichen.“

Die jüngste Wachstumsabschwächung kann aus Sicht von Rehn nicht mehr nur als eine kurze temporäre Konjunkturdelle gesehen werden. „Wir erleben eine längere Phase schwächeren Wachstums. Das erfordert weiter ein hohes Maß an geldpolitischem Stimulus.“ Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt knapp zwei Prozent Inflation als Idealwert für die Wirtschaft an. Sie verfehlt dieses Ziel aber bereits seit Frühjahr 2013. An der Börse wird inzwischen nicht mehr damit gerechnet, dass die Zielmarke in den nächsten Jahren erreicht wird.

Mehr: Das Rennen um die Nachfolge von IWF-Chefin Lagarde ist eröffnet – auch Olli Rehn ist unter den Kandidaten.

  • rtr
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