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Initiative der Deutschen Wirtschaft Konzerne schmieden Allianz, um globalen Risiken zu trotzen

Wettbewerbsfähigkeit, Zukunftstechnologie, Datennutzung: Eine Gruppe deutscher Konzerne will sich wirtschaftlichen Unsicherheiten entgegensetzen.
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Die Initiative ist von dem Deutsche-Bank-Chef ausgegangen. Quelle: dpa
Christian Sewing

Die Initiative ist von dem Deutsche-Bank-Chef ausgegangen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Eine Gruppe deutscher Unternehmen will angesichts wachsender wirtschaftlicher Unsicherheit die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas stärken. Der Initiator Deutsche Bank rief mit acht weiteren Konzernen die „Initiative der Deutschen Wirtschaft“ ins Leben, wie die „Welt am Sonntag“ meldete. Ein Sprecher des Geldhauses bestätigte die Nachricht. Mit im Boot sind die Dax-Mitglieder Bayer, Daimler, Deutsche Börse, Lufthansa, SAP, Siemens sowie die Unternehmen Axel Springer und Trumpf.

Die Gruppe will sich unter anderem um die Datennutzung kümmern, um die Ausbildung von Mitarbeitern, um Investitionen und ein höheres Tempo bei der Umsetzung von Erfindungen in kommerzielle Anwendungen. Zukunftstechnologien spielten hierbei eine wichtige Rolle.

Die Initiative ist von Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing ausgegangen. Im Kreis der beteiligten Unternehmen heißt es, die schwelenden Handelskonflikte hätten zu den Überlegungen beigetragen. Die Angst vor einem Bedeutungsverlust Deutschlands und Europas sei in der Idee zur Bündelung der Kräfte gemündet.

Im Rahmen des Programms sollen Vorschläge zur Stärkung der Wirtschaftsregion erarbeitet werden. Die Beteiligten wollten außerdem durch eigenes Handeln zum erwähnten Ziel beitragen.

Der Plan kommt zu einer Zeit ohnehin zunehmender Konjunktursorgen. Erst vor wenigen Tagen reduzierte beispielsweise die Industrieländer-Organisation OECD ihre Wachstumsprognosen. Schwelende Handelskonflikte hielten Investitionen zurück, argumentieren die Experten. Die OECD senkte die Wachstumserwartung für das vom Export besonders abhängige Deutschland erneut, um 0,2 Prozentpunkte auf 0,5 Prozent für das laufende Jahr, und für das kommende Jahr sogar noch deutlicher um 0,6 auf 0,6 Prozent.

Kritiker des Plans zur Stärkung der Wirtschaftsregion haben sich bereits zu Wort gemeldet. Ihnen sind die Formulierungen zu allgemein und zu wenig konkret. Darüber hinaus gibt es die Vermutung, Sewing könne angesichts der Probleme im eigenen Konzern mit der Initiative von den internen Schwierigkeiten abzulenken versuchen. Er wolle sich mit den Zukunftsplänen für die Region positiv in Szene setzen.

Solchen Vermutungen und Einschätzungen widersprechen Vertreter der beteiligten Unternehmen. Dort heißt es, die Aktion sei eigentlich zu früh bekannt geworden. Momentan lese sich der Entwurf wie eine reine Absichtserklärung. Doch bisher hätten sich die Firmen erst einmal getroffen. Es dauere eben seine Zeit von der Ideensammlung bis zur Vorlage konkreter Vorschläge und Entscheidungen für eigene Maßnahmen.

In einigen Wochen wollen sich die Repräsentanten der beteiligten Unternehmen erneut zusammensetzen und die nächsten Schritte besprechen.

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