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Insider-Information EBA legt Kapitallücken am Freitag offen

Die Bankenaufsicht EBA hat die Kapitallücke der 70 größten europäischen Banken auf 106 Milliarden Euro beziffert. Welche Institute aufstocken müssen, soll Insidern zufolge am Freitag bekanntgegeben werden.
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London/FrankfurtDer zusätzliche Kapitalbedarf der 70 größten europäischen Banken im Zuge der Euro-Schuldenkrise soll Insidern zufolge am Freitag veröffentlicht werden. Dann wolle die europäische Bankenaufsicht EBA den Bedarf auch für die einzelnen Institute veröffentlichen, sagten drei mit den Plänen vertraute Personen aus der Bankenbranche. Nach vorläufigen Daten sind nur vier der 13 größten deutschen Geldhäuser betroffen, denen insgesamt 5,2 Milliarden Euro fehlen. Europaweit hatte die EBA die Lücke auf 106 Milliarden Euro beziffert, die die Banken schließen müssen, um mit den Folgen der Euro-Schuldenkrise fertig zu werden.

Die Berechnungen hatten aber auf den Geschäftszahlen und dem Staatsanleihen-Bestand der Banken Ende Juni basiert, der endgültige Bedarf sollte auf Grundlage des dritten Quartals berechnet werden. Viele Banken haben den Sommer genutzt, um ihre Staatsanleihen vor allem aus den Euro-Peripheriestaaten abzubauen. Bundesbank-Vizepräsidentin Sabine Lautenschläger hatte vergangene Woche gesagt, sie erwarte für die deutschen Institute keine gravierenden Änderungen.

EBA-Chef Andrea Enria sagte am Dienstag in Frankfurt, er erwarte die endgültigen Zahlen noch im November. Dann sollen auch Regeln veröffentlicht werden, nach denen die Banken zur Deckung des akuten Kapitalbedarfs zum Teil auch Fremdkapital emittieren können, das sich im Krisenfall in Eigenkapital verwandelt (“CoCo-Bonds“) und damit Verluste mittragen kann. Die Kriterien dafür sind noch umstritten. Enria sagte, er hoffe auf eine Lösung dafür in den nächsten Tagen. „Wir kommen dem näher. Aber wir werden das komplette Paket zur gleichen Zeit veröffentlichen“, sagte er am Rande eines Bankenkongresses.

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  • rtr
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