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Insurtechs Starkes Quartal für die digitalen Versicherungsfirmen

Im ersten Quartal gab es weltweit so viele Transaktionen bei Insurtechs wie noch nie. Die Bilanz zeigt: Auch deutsche Start-ups waren gefragt.
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Nach dieser Finanzierungsrunde kann sich Wefox mit den erfolgreichsten deutschen Fintechs messen. Quelle: Getty Images
Insurtech

Nach dieser Finanzierungsrunde kann sich Wefox mit den erfolgreichsten deutschen Fintechs messen.

(Foto: Getty Images)

Frankfurt Die Start-ups im Versicherungsbereich haben in den ersten drei Monaten 2019 ein Rekordquartal verzeichnet: Weltweit gab es so viele Investments in sogenannte Insurtechs wie in bisher keinem anderen Vergleichszeitraum. Zudem kam es zu den bisher höchsten Volumina bei Investments der zweiten und dritten Finanzierungsrunde. Das sind die Ergebnisse des aktuellen Insurtech-Briefings des Beratungsunternehmens Willis Towers Watson.

Demnach verzeichneten die Technologieanbieter der Versicherungsbranche von Januar bis März ganze 85 Transaktionen mit einem Gesamtwert von 1,42 Milliarden Dollar. Allein seit dem vierten Quartal 2018 ist die Zahl der Transaktionen demnach um 35 Prozent gestiegen. Allerdings sank das Gesamtvolumen um elf Prozent.

Michael Klüttgens, Leiter der Versicherungsberatung bei Willis Towers Watson in Deutschland, betont: „Deutsche Insurtechs sicherten sich die Plätze zwei und drei der größten Investments des ersten Quartals, was die wachsende Bedeutung der hiesigen Insurtech-Szene unterstreicht.“

Die größte Transaktion des Quartals war demnach das 500 Millionen-Dollar Investment von Greenoaks Capital Management in das US-Unternehmen Clover Health. Danach folgte vom Volumen her die Investitionsrunde in Höhe von 125 Millionen Dollar beim in Berlin ansässigen Start-up Wefox. Haupt-Investor war dabei die Mubadala Investment Company vom Staatsfonds aus Abu Dhabi. Und der deutsche Autoversicherer Friday bekam 84,25 Millionen Dollar von der Versicherungsgruppe Baloise.

Nach wie vor entfiel eine deutliche Mehrheit der Investitionen im ersten Quartal auf Seed- und Erstrundenfinanzierungen (Series A). Aber immerhin stieg die Zahl der Folgefinanzierungen auf den bisher höchsten Stand: Zwölf Insurtechs holten sich Kapital im Rahmen einer Series-B-Finanzierung und sechs bereits eine Series-C-Finanzierung.

„Dies ist ein deutliches Indiz für die Fortschritte, die einzelne Insurtechs gemacht haben“, sagt Niki Winter, Director bei Willis Towers Watson. Diese Firmen hätten gezeigt, dass ihr Geschäftsmodell den Marktbedürfnissen entspricht und nun weiter skaliert werden kann.

Zahl der Unternehmen stagniert

Dennoch gibt es gerade auch für die Start-ups im deutschsprachigen Raum nicht nur Grund zum Jubeln, wie die aktuelle Insurtech-Übersicht des New Players Network, einer Initiative der Versicherungsforen Leipzig, zeigt. Die Experten haben hierfür 107 Insurtechs unter die Lupe genommen.

Ihre Kernbeobachtung: Die Zahl der Unternehmen stagniert. Den Neugründungen stehe eine spürbare Konsolidierung gegenüber. Die Konkurrenzsituation verschärfe sich. Daher musste schon ein knappes Dutzend der Unternehmen in den vergangenen beiden Jahren den Markt verlassen.

Ihre Marktposition stärken konnten unterdessen die Start-ups, die auf Kooperationen und strategische Partnerschaften setzten. Allein in Deutschland gebe es Studien zufolge 92 Insurtech-Kooperationen. Besonders aktiv seien die Branchengrößen aus München. So kooperiert beispielsweise der Rückversicherer Munich Re mit den Insurtechs Getsafe und One. Zugleich zeige sich auch, dass ausländische, insbesondere israelische Insurtechs hierzulande nach Kooperationspartnern suchen.

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