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Interview mit Jürgen Fitschen, Deutschland-Chef der Deutschen Bank "Unicredito öffnet uns die Augen"

Jürgen Fitschen ist Deutschland-Chef der Deutschen Bank. Im Interview erklärt er, warum sich die Deutsche Bank im Ausland umschaut und wie es mit der Konsolidierung der privaten Großbanken weitergeht.
Jürgen Fitschen ist Deutschland-Chef der Deutschen Bank.

Jürgen Fitschen ist Deutschland-Chef der Deutschen Bank.

Handelsblatt: Sind wir mit unseren Kreditinstituten international denn wirklich nicht mehr wettbewerbsfähig?

Jürgen Fitschen: „Man muss leider bekennen, dass die deutschen Banken im europäischen Vergleich schwach aussehen. Das liegt auch an der Struktur in Deutschland. Die öffentlich-rechtlichen Banken und die genossenschaftlichen Institute verfügen insgesamt über respektable Marktanteile. Das gilt hingegen nicht für die einzelnen privaten Banken. Die daraus abzuleitende Ertragsschwäche ist eine Ursache dafür, dass im globalen Wettbewerb nur noch die Deutsche Bank mithalten kann.“

Kann der geforderte „nationale Champion“ eine Antwort sein?

„Das Denken in nationalen Grenzen ist für deutsche Banken nicht zielführend. Die volle Wucht des Wettbewerbs durch den Euro und durch die Schaffung eines einheitlichen europäischen Binnenmarktes kommt erst noch. Als deutsche Banken treten wir mit einem schwachen Heimatmarkt im Rücken an. Wichtiger als die Schaffung eines großen nationalen Champions ist die Wiederherstellung der Ertragskraft des gesamten Bankensektors und eine damit einhergehende Konsolidierung, wie wir sie schon in anderen europäischen Ländern gesehen haben. “

Welche Lehren sollen wir aus der geplanten Übernahme der Hypo-Vereinsbank durch Unicredito ziehen?

„Auf das Vordringen von Unicredito, die ja aus dem Zusammenschluss von öffentlich-rechtlichen Instituten entstanden ist, kann sich jeder seinen Reim machen. Es ist im übrigen ein gutes Beispiel, wie aus einer nationalen Konsolidierung – in diesem Fall in Italien – ein Wettbewerber erwächst, der in europäischen Dimensionen so stark auftritt, dass es ihm möglich ist, die zweitgrößte Bank in der größten Volkswirtschaft Europas zu übernehmen. Ich bin sicher, dass dieser Vorgang vielen Beobachtern die Augen öffnet. Er unterstreicht - mehr als es viele Appelle es bisher vermocht haben - die Bedeutung operativer Leistungsstärke und einer nachhaltigen Ertragskraft.“

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