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Investmentbank JP-Morgan-Manager Pinto warnt vor schwachem Jahresstart

Das erste Quartal ist für viele Investmentbanken wegen der Turbulenzen an den Märkten wohl eher mau ausgefallen. Auch die Deutsche Bank könnte die Folgen zu spüren bekommen.
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Der Chef der Unternehmens- und Investmentbank von JP Morgan warnt vor einem schwachen Quartal. Quelle: Bloomberg/Getty Images
Daniel Pinto

Der Chef der Unternehmens- und Investmentbank von JP Morgan warnt vor einem schwachen Quartal.

(Foto: Bloomberg/Getty Images)

Frankfurt Schon das Jahresende 2018 hat den Investmentbankern rund um den Globus gründlich die Laune verdorben. Die heftigen Turbulenzen an den Märkten hinterließen tiefe Spuren in den Bilanzen der meisten großen Geldhäuser. Der Start ins neue Jahr fiel jetzt offenbar auch alles andere als ermutigend aus, und das dürfte auch Rückwirkungen auf die Deutsche Bank haben.

Anfang der Woche warnte Daniel Pinto, der Chef der Unternehmens- und Investmentbank des Wall-Street-Konzerns JP Morgan, vor einem schwachen ersten Quartal. Vor allem im Handelsgeschäft werde im Vergleich zum Vorjahr wohl ein Minus von deutlich mehr als zehn Prozent anfallen.

Zwar sind für die Einbußen auch die starken Zahlen des Vergleichsquartals 2018 verantwortlich – aber nicht nur. Im Devisen- und Aktienhandel sowie im Geschäft mit Wertpapieren aus den Schwellenländern machte Pinto Schwächen aus, aber auch insgesamt hätten sich die Kunden zurückgehalten. Ähnlich skeptisch hatte sich zuvor bereits Goldman-Sachs-Chef David Solomon über die Geschäfte in den ersten Wochen 2019 geäußert.

Bereits Ende des vergangenen Jahres hatten die politischen Risiken und die Angst der Investoren vor einer empfindlichen Abkühlung der Weltkonjunktur den Händlern der Investmentbanken das Geschäft verdorben.

Vor allem das Geschäft mit Anleihen, Devisen, Rohstoffen und Derivaten (FICC) litt unter den Turbulenzen an den Märkten. Der schwache Dezember sorgte dafür, dass die Einnahmen im vierten Quartal nach Berechnungen des britischen Informationsdienstes Coalition auf den tiefsten Stand seit der Finanzkrise gefallen sind.

Die Aussagen seiner beiden Konkurrenten von JP Morgan und Goldman Sachs sind kein gutes Omen für Christian Sewing, den Vorstandschef der Deutschen Bank. Sewing hat den Investoren für dieses Jahr eine Eigenkapitalrendite von vier Prozent versprochen, nach 0,4 Prozent im vergangenen Jahr.

Sollte sich abzeichnen, dass er dieses Ziel verfehlt, dürfte der Druck, einen Zusammenschluss mit der Commerzbank zu suchen, noch größer werden. In Frankfurt und Berlin wird seit Wochen intensiv über eine Übernahme des kleineren Nachbarn durch die Deutsche Bank spekuliert.

Deshalb beobachten Analysten und Investoren die Zahlen für das erste Quartal, die die Deutsche Bank am 26. April veröffentlichen wird, besonders intensiv. Für die gesamte Bank gehen die Analysten derzeit bei Ertrag und Vorsteuergewinn von einer Stagnation gegenüber dem Vorjahr aus.

Für die einstige Paradedisziplin, den Wertpapierhandel, sagen die Experten allerdings einen Rückgang der Einnahmen von rund 15 Prozent voraus.

Mehr: Warum die Mischfonds von JP Morgan schwächeln, lesen Sie hier.

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