Investmentbank Macquarie steigert Jahresgewinn um 50 Prozent

Die australische Investmentbank Macquarie steigert ihren Gewinn zu Beginn des Geschäftsjahres deutlich. Grund dafür ist die Erholung der Finanzmärkte – und der zurückkehrende Risikoappetit der Investoren.
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Macquaries Hauptquartier in Sydney: Die Investmentbank konzentriert sich auf weniger volatile Geschäftsfelder. Quelle: Reuters

Macquaries Hauptquartier in Sydney: Die Investmentbank konzentriert sich auf weniger volatile Geschäftsfelder.

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SydneyBei der Macquarie Group ist der Nettogewinn im Geschäftsjahr bis zum 31. März um 49 Prozent gestiegen und erreichte ein Sechs-Jahres-Hoch. Insbesondere im Handel und im Fondsmanagement stiegen die Erträge.

Wie Australiens größte Investmentbank am Freitag in Sydney mitteilte, lag der Jahresgewinn bei 1,27 Milliarden australischen Dollar (850 Millionen Euro) und übertraf damit die Prognose der Bank von 45 Prozent Gewinnanstieg vom 24. März. 2012 lag der Jahresgewinn bei 851 Mio. australischen Dollar. Die Bank will ihre Dividende von 1,25 australischen Dollar auf 1,60 Dollar für 2013 erhöhen.

Für das Geschäftsjahr bis Ende März 2015 sagte Macquarie ein Ergebnis auf dem gleichen Niveau voraus. Das enttäuschte zunächst die Investoren: Die Aktie der Bank verlor um bis zu 1,6 Prozent, bevor sie mit einem Plus von 0,9 Prozent schloss. Für dieses Jahr summiert sich der Kursgewinn damit auf 6,8 Prozent. Zum Vergleich: Der australische Benchmarkindex S&P/ASX 200 Index kommt nur auf ein Plus von 1,6 Prozent.

„Es ist ein ziemlich solides Ergebnis, das Macquarie vorgelegt hat”, sagte Christopher Hall, Leitender Investmentmanager bei Argo Investments in Adelaide gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Entscheidend ist der Ausblick. Laut Macquarie liegt er etwa auf dem diesjährigen Niveau - der Markt hatte aber mehr erwartet.”

Die Bank profitierte von einer Erholung der Aktivität an den Finanzmärkten und der Rückkehr des Risikoappetits bei den Investoren. Macquarie-Chef Nicholas Moore hat sich zudem auf weniger volatile Geschäftsfelder konzentriert, wie etwa Kredite und Fondsmanagement. Ziel war es, die Abhängigkeit vom zyklischen Charakter des Investmentbanken- und Handelsgeschäfts zu verringern. Das Anlagevolumen im Fondsmanagement stieg um 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 427 Milliarden australische Dollar.

Die Erträge aus dem Fondsmanagement verbesserten sich um 39 Prozent auf 1,05 Milliarden australische Dollar und trugen am meisten zum Jahresergebnis bei. Im Bereich Festverzinsliche, Währungen und Rohstoffe stiegen die Erträge um 29 Prozent.

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