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Investmentbank tauscht Chefs aus Der neue Goldmann kommt aus Deutschland

Es ist einer der prestigeträchtigsten Jobs der Finanzindustrie: Die Leitung des Investmentbankings der US-Großbank Goldman Sachs. Jetzt hat ihn ein Deutscher als Co-Chef übernommen. Wer ist Marc Nachmann?
3 Kommentare
Bei der weltgrößten Investmentbank herrscht Stühlerücken. Schuld ist auch Donald Trump. Quelle: RICHARD B. LEVINE / SIPA USA / d
Goldman-Sachs-Zentrale in New York

Bei der weltgrößten Investmentbank herrscht Stühlerücken. Schuld ist auch Donald Trump.

(Foto: RICHARD B. LEVINE / SIPA USA / d)

DüsseldorfDie US-Großbank Goldman Sachs hat die Führung ihrer Investmentbanking-Sparte ausgetauscht. Neben John Waldron, der bereits seit 2014 die Investmentbank führt, rücken zwei neue Gesichter an die Spitze auf: Gregg Lemkau, Vize-Chef des globalen Übernahmegeschäfts (das sogenannte M&A), sowie Marc Nachmann, bisher Chef der Finanzierungsabteilung und des Lateinamerika-Geschäfts.

Lemkaus Berufung stellt keine größere Überraschung dar. Der 47-Jährige ist seit 25 Jahren bei Goldman Sachs. Seine Verwurzelung im Übernahmegeschäft qualifiziert ihn für höchste Aufgaben, besetzt Goldman doch seit dem Jahr 2000 den weltweiten Spitzenplatz unter den Banken mit den höchsten M&A-Gebühren.

Der Deutsche führt künftig als Teil eines Trios das wichtige Investmentbanking. Quelle: Goldman Sachs
Marc Nachmann

Der Deutsche führt künftig als Teil eines Trios das wichtige Investmentbanking.

(Foto: Goldman Sachs)

Der Aufstieg von Marc Nachmann hingegen ist umso erstaunlicher. Bislang sind Deutsche im obersten Führungszirkel der US-Großbank eine Seltenheit. Der 46-jährige Nachmann arbeitet seit 1994 im Goldman-Sachs-Investmentbanking, zuerst in der Abteilung „Globale natürliche Ressourcen“. 2002 wurde er zum geschäftsführenden Direktor, 2004 zum Partner der Investmentbank ernannt.

Nachmann hat seine deutsche Heimat schon als Student in Richtung USA verlassen. Er studierte an der prestigeträchtigen Wesleyan University, einer Privathochschule in Middletown im US-Bundesstaat Connecticut. Wesleyan ist Mitglied der „Little Ivies“-Liga: kleine Elite-Colleges in den Neuengland-Staaten, auf die europäisch orientierte Ostküsteneltern ihren Nachwuchs schicken.

Die erfolgreichsten Investmentbanken des Jahres 2016
Platz 15: Lazard
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Die US-Investmentbank Lazard konnte im vergangenen Jahr 1,08 Milliarden US-Dollar an Gebühren verbuchen und verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 13,5 Prozent und vier Plätze im Ranking.

(Foto: dpa - picture-alliance)
Platz 14: BNP Paribas
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Die französische Bank BNP Paribas konnte ihren Kunden 2016 Gebühren in Höhe von 1,35 Milliarden US-Dollar in Rechnung stellen, 14,8 Prozent weniger als noch im Vorjahr.

(Foto: Reuters)
Platz 13: Mizuho Financial Group
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Die Gebühreneinnahmen des japanischen Finanzdienstleisters Mizuho summierten sich 2016 auf mehr als 1,40 Milliarden US-Dollar – das reicht für Platz 13. Im Vorjahresvergleich verbesserte sich Mizuho um einen Platz und 11,5 Prozent.

(Foto: Reuters)
Platz 12: HSBC
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Die britische Großbank HSBC (Hongkong and Shanghai Banking Corporation) stellte 2016 1,48 Milliarden US-Dollar an Gebühren in Rechnung ein – ein Minus von 13 Prozent im Vergleich zu 2015.

(Foto: Reuters)
Platz 11: UBS
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Die Schweizer Großbank UBS verlor einen Platz im Ranking und sammelte 2016 „nur“ noch 1,58 Milliarden US-Dollar an Transaktionsgebühren ein – ein Minus von 17,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotzdem zählt UBS zu den erfolgreichsten Investmentbanken 2016 – Verluste auf hohem Niveau also.

(Foto: Reuters)
Platz 10: RBC Capital Markets
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RBC Capital Markets ist Teil der Royal Bank of Canada und verdiente 2016 mehr als 1,78 Milliarden US-Dollar im Investmentbanking. Zwar ist das ein Verlust von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr, RBC kletterte im Ranking aber einen Platz nach oben.

(Foto: Reuters)
Platz 9: Wells Fargo & Co.
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Das US-Finanzdienstleistungsunternehmen Wells Fargo & Company konnte mit seiner Investmentbanking-Sparte im vergangenen Jahr mehr als 2,11 Milliarden US-Dollar an Gebühren einnehmen – ein Minus von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Platzierung konnte Wells Fargo halten.

(Foto: AP)

Auf dem von alten Bäumen gesäumten Backstein-Campus studieren rund 3.000 Nachwuchskräfte. Zu den Absolventen zählen etwa Horrorfilm-Regisseur Michael Bay, der Autor der „Bourne“-Thriller-Reihe, Robert Ludlum, sowie der deutsche TV-Reporter Uli Wickert, der ein entsprechendes Stipendium bekam.

Die Investmentbanking-Sparte von Goldman Sachs gilt als besonders prestigeträchtig. Sie mischt als weltweite Nummer eins bei vielen Firmenfusionen mit und ist die zweitgrößte Gewinnquelle des Finanzkonzerns. Als Teil des Spitzentrios wird Marc Nachmann in Zukunft Geschäftsvorgänge mit einem Umsatz von 6,3 Milliarden Dollar (im Jahr 2016) verantworten. Hierzu wird der Banker in die neue Goldman-Sachs-Zentrale nach London umziehen.

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3 Kommentare zu "Investmentbank tauscht Chefs aus: Der neue Goldmann kommt aus Deutschland"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Kommentare sagen nur etwas über Kommentatoren aus,
    .. und nicht über den Artikel oder dessen Verfasser.

  • Warum nicht aus Deutschland , sind wir doch für unseren Selbsthass bekannt und da passt es doch ganz gut bei Goldmann-Sachs als Sparschweinschlächter anzuheuern und Herrn Drahgi zu unterstützen .

  • Eine Fleißarbeit. Jedoch: Thema verfehlt. Setzen. Sechs.